Tarife Streik am Flughafen Frankfurt

Frankfurt/Main - Die Lufthansa hat die Gewerkschaft Ufo angesichts des Streiks der Flugbegleiter am Frankfurter Flughafen aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

 

Das von der Airline vorgelegte Angebot sei dafür eine ausreichende Grundlage, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther am Freitagmorgen am Frankfurter Flughafen.

Nach Angaben Walthers waren in den ersten Stunden des Streiks ein Viertel der Flüge ab Frankfurt ausgefallen. Im Streikzeitraum von 05.00 bis 13.00 Uhr umfasst der Lufthansa-Flugplan in Frankfurt 360 Flüge.

Zum Streikbeginn hatten die Anzeigetafeln in den Terminals des größten deutschen Flughafens zahlreiche Absagen für Flüge zu Zielen in Deutschland und Europa verkündet. "Wir werden jetzt aber auch sukzessive Langstreckenflüge annullieren müssen", sagte ein anderer Lufthansa-Sprecher knapp drei Stunden nach Beginn des Ausstands.

In den Terminals bildeten sich lange Schlangen vor den Umbuchungsschaltern der Lufthansa. Die meisten Reisenden wussten bereits von drohenden Ausfällen und Verspätungen. Die Streikposten der Flugbegleiter waren am Morgen einige hundert Meter entfernt unterhalb des First-Class-Terminals und an den Personal-Parkhäusern des Frankfurter Flughafens aufgezogen.

Durch den "Kaskaden-Effekt" des verwobenen Flugplans würden nicht nur in Frankfurt, sondern auch an anderen Flughäfen viele Flüge ausfallen, betonte Ufo-Vorsitzender Nicoley Baublies. Derzeit gebe es keinen Kontakt zur Lufthansa. Vom Verhalten der Fluglinie hänge ab, wie der Streik weiter verlaufe.

 

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