Tag der offenen Gartentür Zu Besuch in Untermenzing: So sieht's in Münchner Gärten aus

"Einen Zaubergarten" hat sich Johanna Maria Pfeiffer in Untermenzing geschaffen. Foto: Daniel von Loeper

In ganz München gibt’s am Sonntag prächtige Fleckerl Natur zu sehen. Ein Garten sticht dabei besonders hervor.

 

München - Hundert verschiedene Rosen blühen in einem Ziergarten. In Pasing, am Schlagweg 12, ist der "Bienengarten" extra für Insekten angelegt: Schöne und beispielhafte Privat-Gärten in München und Umgebung öffnen sich am 30. Juni für Gartenfreunde.

Die Stadt schwelgt im Garten-Glück: 14 Münchner Gartenbesitzer mit dem berühmten "Grünen Daumen" laden am Sonntag von 10 bis 17 Uhr ein zum "Tag der offenen Gartentür". Farbenfrohe Blüten gibt es in der Gewürzmühlstraße 3 im Lehel zu sehen, Biotope in Moosach in der Sigmund-Schacky-Straße 2.

In Großhadern, im noblen Grünwald oder im grünen Solln freuen sich Gartenbesitzer darauf, mit Besuchern etwa über den prächtigen Wuchs ihres Blauregens zu plaudern, die üppigen Pfingstrosen zu kommentieren oder über ihre Hügelbeete zu fachsimpeln: Zudem gibt es pilzfreie Beerensträucher zu betrachten und stolze Gemüseernten werden präsentiert.

An Münchens einziger Rotbuchenallee wohnt die Untermenzinger Malerin Johanna Maria Pfeiffer. Sie zeigt ihren Garten an der Weidmannstraße schon zum zweiten Mal her. Ihre Oase hat alten Baumbestand aus den 20er Jahren. Das Motto: Grün im Garten und am Haus. Denn über die Fassade ranken Efeu und Wilder Wein, Pfeifenwinde und das immergrüne Geißblatt. Öffnet man die Gartentür der Künstlerin, leuchten einem prächtige Blütenfarben entgegen. "In meinem Garten ist alles wunderbar gemischt, es gibt Nischen, geheimnisvolle Ecken und viel Kunst", erklärt Gärtnerin Pfeiffer. Sie habe hier einen "Zaubergarten", loben Besucher. Und Nachbarn meinen: "Das ist ja wie im Märchen".

Igel, Molche und eine Erdkröte haben sich hier angesiedelt

Die Untermenzingerin hat sieben große Fichtenwurzeln auf ihren 800 Quadratmeter drapiert, damit sich Raupen darin entwickeln können. "Ohne Raupen, keine Schmetterlinge", sagt Pfeiffer. Und die will sie anziehen: mit Gewächsen, wie Pfaffenhütchen und dem Faulbaum, in den der Zitronenfalter seine Eier legt. Holz- und Metallskulpturen befreundeter Künstler sind Blickfänge im Grün. Als Kulturmanagerin ist die ehemalige Werbetexterin in der Münchner Künstlerszene daheim. Ihr privates Reich ist auch ein Platz für Igel, für Molche, die sich am Brunnen selbst angesiedelt haben, und für eine Erdkröte. Viele Stunden am Tag investiert die 70-Jährige in den märchenhaften Ort.

Das Gartenparadies voller Wildsträucher liegt an der Weidmannstraße 34. Der große Naturgarten ist für Kröten- und Falterfreunde ganz einfach mit den Buslinien 162, 163, 164 oder 164, Haltestelle Waldhornstraße erreichbar. Davon sind es nur vier Minuten zu Fuß. Der Eintritt beim Tag der offenen Gartentür ist übrigens frei.

Die Adressen aller geöffneten Traum-Gärten Münchens finden Sie unter: www.tag-der-offenen-gartentuer-oberbayern.de

 

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