Stütze des FC Bayern Javi Martínez: Der Triple-Faktor

Kampfstark, laufstark, torgefährlich: Bayerns Javi Martínez (rechts), hier gegen Leverkusens Kai Havertz. Foto: sampics/Augenklick

Javi Martínez beweist im Pokal-Halbfinale bei Bayer Leverkusen einmal mehr seine Topform. Er wird nun noch wichtiger für die Münchner – weil für Arturo Vidal die Saison beendet ist.

 

München - Leverkusen? Liegt Javi Martínez einfach! Der Defensiv-Spezialist des FC Bayern hatte schon im Januar beim 3:1 in der Bundesliga gegen Bayer getroffen, ebenfalls zum 1:0.  Am Dienstagabend wiederholte der Spanier beim 6:2 (2:1)-Kantersieg nun sein Führungstor-Kunststück – dachte man zumindest lange...

Nach abgewehrtem Müller-Kopfball drosch Martínez den Ball von der Strafraumlinie aus mit links ins rechte Eck (3. Minute). Erst später wurde der Treffer Robert Lewandowski zugesprochen, der Pole war noch mit der Fußspitze am Ball.

Heynckes-Bayern auf Triple-Kurs

Und doch: Martínez' Aktion ebnete Bayern früh den Weg ins Pokalfinale in Berlin. Die Heynckes-Bayern steuern damit weiter auf Triple-Kurs, und Martínez, der schon beim großen Triumph vor fünf Jahren einer der entscheidenden Akteure gewesen war, befindet sich erneut in Bestform.

Bayerns Triple-Faktor, Jupp Heynckes' Schlüsselspieler: wie damals an der Seite von Bastian Schweinsteiger im zentralen Mittelfeld. "Für mich ist er ein ganz wichtiger Spieler in meinem System", sagt Bayerns Trainer über Martínez: "Er ist ein überragender Abwehrspieler, der auch noch Fußball spielen kann und der sehr lauf- und kampfstark ist."

FC Bayern braucht Beißer Martínez

In Leverkusen zeigte Martínez sein ganzes Repertoire an Fähigkeiten. Nicht nur beim Tor war der 29-Jährige gefährlich in der gegnerischen Hälfte: Kurz vor der Halbzeit wurde sein Kopfball gerade noch zur Ecke geklärt (43.). Zuvor hatte Martínez Joshua Kimmich mit einem Traumpass freigespielt (30.). Hier gibt's die Klasse-Partie in Leverkusen im Liveticker zum Nachlesen!

Und defensiv? Da war der Spanier aufmerksam wie eigentlich immer, er beherrschte seine Zone vor der Abwehr. Wie in der 44. Minute, als Martínez einen Leverkusener Konter aufmerksam unterband. In dieser Verfassung brauchen die Bayern ihren Mittelfeld-Beißer im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid – zumal Martínez' kampfstarker Partner ausfallen wird.

Zidane: Vidal-Fehlen für FC Bayern "ein Problem"

Arturo Vidal, der am Montag in Augsburg operiert wurde, kann in dieser Saison nicht mehr spielen. Das teilten die Bayern mit. Dem Chilenen wurden bei dem Eingriff am rechten Kniegelenk "freie Gelenkkörper entfernt", hieß es. "Zudem wurde die Aufhängung des hinteren Außenmeniskus, die von dem freien Gelenkkörper beschädigt worden war, operativ refixiert."

Vidal hatte sich am Sonntag im Training verletzt. Trotzdem hatte Trainer Jupp Heynckes noch auf ein rasches Comeback gehofft. "Arturo ist eine Kämpfernatur", sagte der Bayern-Trainer: "Ich bin eigentlich ganz zuversichtlich. Arturo ist einer, der auf die Zähne beißen kann."

Nun muss Heynckes andere Lösungen finden. Martínez, Thiago und James Rodríguez könnten gegen Real als Mittelfeld-Trio auflaufen. "Für Bayern ist das ein Problem, denn Vidal ist ein sehr wichtiger Spieler", sagte Madrid-Coach Zinedine Zidane: "Es tut mir leid, dass er verletzt ausfällt, aber das ändert nichts. Bayern hat einen sehr großen, starken Kader, sie werden ihn ersetzen können." Es gibt ja noch Javi Martínez.

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