Studenten-Wettbewerb Neue Entwürfe: Sieht so der neue Stachus aus?

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Architektur-Studenten haben sich bei Gedanken darüber gemacht, wie der Karlsplatz aussehen könnte. Hier die Entwürfe zum durchklicken. Quelle: Unbekannt

Architektur-Studenten aus ganz Deutschland haben sich bei einem Wettbewerb Gedanken darüber gemacht, wie der Karlsplatz aussehen könnte. Die AZ stellt die Entwürfe vor

 

München - Das Areal zwischen Hauptbahnhof und Stachus ist einer der zentralen Plätze in München. Und schaut zum Teil grässlich aus. Während die Stadtgestaltungskommission dem Architekten des neuen Königshofs für seine „grüne Kronen“-Idee auf dem Dach des 5-Sterne-Hotels eine Absage erteilt hat, haben sich Studenten Gedanken darüber gemacht, wie das Areal künftig ausschauen könnte.

Beim Xella-Studentenwettbewerb haben sie ein Semester lang an Entwürfen für das Areal gearbeitet. Hundert Arbeiten aus ganz Deutschland wurden eingereicht, jede Uni durfte mit fünf ins Rennen gehen. Unter den besten dreizehn Entwürfen sind vier von der TU München. Bis zum 30. November sind die Ideen im PlanTreff in der Blumenstraße 31 ausgestellt. Alle prämierten Entwürfe verbinden eine Nutzungsmischung aus Einzelhandel, Büros, Wohnungen und dem Hotel.

Den ersten Platz belegt ein Münchner. Er hatte die Idee eines riesigen Baus, der sich in die Umgebung einfügt. Wollte die Stadt den Entwurf des Siegers Franziskus Martin tat-sächlich umsetzen, müsste sie das geltende Baurecht ändern. Denn der 29-Jährige hat einen knapp 60 Meter hohen Königshof-Turm entworfen, der zum Stachus und zur Kaufingerstraße hingewendet ist.

An der Seite, die zum Justizpalast geht, ist ein Atriumhof, über den man das Hotel betritt. Im Erdgeschoss ist Platz für Läden und Restaurants, ab dem zweiten Stock sind vier Geschosse Wohnungen. Zu einem Geflecht von Innenhöfen hin staffeln sich die Wohngeschosse, so dass jede Wohnung eine Terrasse hat. Der Entwurf ist sehr kleinteilig und versucht, durch die Terrassen und Treppen das große Hochhaus ins Stadtbild zu integrieren. Die Stadt sieht die Entwürfe nur als Anregungen, umsetzbar sind sie nicht. Zu teuer, zu modern – und zu hoch.

 

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