Streit wegen Grenzkontrollen A8: Österreich will Autokolonnen durch Bayern schicken

Im Urlaubsverkehr werden sich die Autos auf den Autobahnen wieder stauen. (Symbolbild) Foto: David Young/dpa

Zwischen Österreich und Bayern bahnt sich ein Streit wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der A8 an. Bei Rückstaus aufgrund von Grenzkontrollen in Bad Reichenhall sollen die Autos zukünftig durch Bayern umgeleitet werden.

 

Bad Reichenhall - Zur Urlaubszeit werden bald die Autobahnen wieder voller. Gerade an Grenzen kann es dabei zu hohen Wartezeiten kommen. Die Salzburger Landesregierung hat davon offenbar die Nase gestrichen voll und soll den Rückreiseverkehr auf der A8 bei Bad Reichenhall über Berchtesgaden, Piding oder Inzell umleiten wollen.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, ist der Salzburger Landesverkehrsrat Stefan Schnöll über das deutsche Verkehrsministerium sehr verärgert. Um die Kontrollen an der Grenze schneller abfertigen zu können, sollte eigentlich noch vor dem Sommer eine dritte Grenzkontrollspur an der A8 eröffnen.

Verkehr soll über Berchtesgaden umgeleitet werden

Laut einem Schreiben des deutschen Verkehrsministeriums an Stefan Schnöll soll sich der Bau aber auf die Zeit nach dem Sommer verzögern. Da viele Autofahrer bei Staus an der Grenzkontrolle offenbar auf kleinere Orte in Österreich ausweichen, will der Salzburger Landesverkehrsrat den Verkehr über Berchtesgaden umleiten.

Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp (CSU) andererseits ist wenig begeistert von den österreichischen Plänen zum Rückreiseverkehr. Auf Facebook veröffentlicht er eine Stellungnahme und schreibt: "So geht man nicht mit Nachbarn um! Berchtesgaden soll für die Salzburger Verkehrsprobleme in Geiselhaft genommen werden. Ich habe den Eindruck, dass es sich da um eine medienwirksame Trotzreaktion handelt, die unseren Ort absichtlich ins Verkehrschaos stürzen wird."

Wohin die Autos bei großen Rückstaus auf der A8 letztendlich fahren, bleibt abzuwarten.

 

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