Streit um Lichtspielhaus So wurde das Cincinnati Kino gerettet

Das alte Cincinnati Kino in der ehemaligen Amisiedlung darf bleiben. Noch knapp zwei Jahre lang läuft der Vertrag mit dem Betreiber. Foto: Petra Schramek

Nach der Absage des Supermarkts: Wie geht es jetzt mit dem Cincinnati Kino weiter? Die AZ hat den Kinobetreiber Thomas Wilhelm gefragt.

Giesing - Das Cincinnati-Kino bleibt erhalten! „Ja, es läuft alles weiter, als wäre nichts gewesen“, sagt Thomas Wilhelm, der Betreiber der Kultkinos in der „Amisiedlung“, zur AZ. Ein Proteststurm war ausgebrochen, als die Nachricht bekannt wurde, dass ins traditionsreiche Kino an der Cincinnati Straße 31 als Übergangslösung ein Supermarkt einziehen wolle.

Kurzerhand initiierten Bürgerinitiativen und Lokalpolitiker einen Sitzstreik vor dem Cincinnati. Das Engagement der Menschen im Viertel ließ auch die Besitzer des Supermarkts nicht kalt. Zum Wochenende kam die erlösende Nachricht: „Wir haben bemerkt, dass das Lichtspielhaus für die Bürger eine gute Bedeutung hat. Daher haben wir uns entschlossen, dieses Gebäude nicht als Interimslösung für einen HIT-Markt zu nutzen“, erklärte Simone Böllinger, Expansionsleiterin der Handelsgruppe.

Noch bis Ende 2015 läuft der Mietvertrag des Kinobetreibers mit dem Grundstückseigentümer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. „Ich werde mich bald mit dem Vermieter über die Zukunft des Kinos unterhalten“, kündigt Wilhelm an.

 

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