Streit am Promenadeplatz Affen-Denkmal nervt Jacko-Fans

Das provisorische Affen-Denkmal. Foto: privat

Jacko-Fans sind sauer: Das Denkmal für Michael Jacksons Affen vor dem Bayerischen Hof soll weg, es verhöhne das Denkmal des „King of Pop“.

 

Altstadt – Es sollte ein Ort der Erinnerung sein, eine letzte Ehre für den „King of Pop“: Das Denkmal für den 2009 verstorbenen Michael Jackson am Promenadeplatz. Stattdessen herrscht an der Gedenkstätte jetzt helle Aufregung: Jacko-Fans sind verärgert über ein zweites Denkmal, das für Jacksons Affen „Bubbles“ im April direkt daneben installiert wurde.

Durch das Gedenken an den Affen werde Michael Jackson verhöhnt, so der Vorwurf des Vereins „MJJ Memorial Munich – Heal the Children e.V.“, der sich uneigennützig um das Jacko-Denkmal kümmert.

„Mit dieser Aktion vermittelt die Stadt: Hier bekommt jeder Affe sein Denkmal“, ärgerte sich MJJ-Aktivistin Snezana Akhtar am Dienstag auf dem Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel. „Das ist sehr provokant. Es setzt Michael Jackson mit einem Affen gleich.“

Zudem verfalle das Denkmal für „Bubbles“ zunehmend, da es von niemandem gepflegt werde.

„Es sieht dann aus, als wären wir dafür verantwortlich“, so Akhtar weiter. „Das wirft ein sehr schlechtes Licht auf unseren Verein und beleidigt Fans aus aller Welt.“

Um derartige Missverständnisse künftig zu vermeiden, hat das Kulturreferat bereits ein Hinweisschild unter dem Bubbles-Denkmal montieren lassen, aus dem hervorgeht, dass die Denkmäler nicht zusammengehören.

Der Verein der Jackson-Fans hält das Schild jedoch für zu klein, es sei leicht zu übersehen. Deshalb fordert er nun, das temporäre Denkmal für „Bubbles“ vollständig zu entfernen – und zwar schon vor dem geplanten Termin am 30. September.

Hinter dem Affen-Denkmal steht der Künstler David Shrigley, der mit seiner Installation auf das Schicksal des berühmten Schimpansen aufmerksam machen will.

Bubbles lebte bis Ende der 1980er Jahre bei Michael Jackson und ging mit dem Popstar auf Welttournee. Nachdem er in seiner Gefangenschaft jedoch zunehmend aggressiver wurde, musste Jacko ihn weggeben – ins „Center For Great Apes“ in Florida, wo Affe „Bubbles“ bis heute lebt.

 

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