Streichung der Förderung droht Theater "Und so fort" sucht bezahlbare Bleibe

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Im Hinterhof dieses Hauses in der Kurfürstenstraße kann das Theater Und so fort seit 2017 nicht mehr spielen. Foto: Bernd Wackerbauer

Die freie Bühne "Und so fort" braucht dringend eine Spielstätte, sonst wird die Förderung gestrichen. Gesucht wird eine bezahlbare Fläche in München.

 

Maxvorstadt - Seit dem Sommer 2017 ist das Theater "Und so fort" heimatlos und jetzt drängt die Zeit, eine neue Spielstätte zu finden. Sonst droht eine Streichung der Förderung.

Wasserschaden verwüstet Theater an der Kurfürstenstraße

Im Juli 2017 hatte ein Wasserschaden das freie Theater an der Kurfürstenstraße verwüstet. Dann wurde Asbest entdeckt und schließlich hieß es vom Eigentümer, die Statik des Hauses sei gefährdet. Seitdem mussten 94 Vorstellungen abgesagt werden und das kleine Theater von Heiko Dietz führt ein Nomadenleben. Denn die freie Szene half aus. Es wurden Vorstellungen im Blutenburg-Theater, im Theater Drehleier, im Heppel & Ettlich und im Tams gegeben.

"The fear of 13" von Heiko Dietz, nach dem gleichnamigen Buch von Nick Yarris, feiert am 23. Februar in der Pasinger Fabrik Premiere. Heiko Dietz spielt und inszeniert auch in Augsburg.

Einen Antrag auf Förderung durfte Dietz nach Rücksprache mit der Stadt einreichen. Zuletzt erhielt das Theater einen dreijährigen Zuschuss über jährlich 70 000 Euro. Nur: "Wenn sich die Jury entscheidet, dass wir eine Förderung bekommen, ist das an die Bedingung gebunden, dass wir in diesem Jahr eine Spielstätte finden", sagt Dietz. Die Zeit drängt. Mehrmals betont Dietz, dass er kein Theater sucht. "Weil, niemand hat ein Theater leerstehen."

Diese Räumlichkeiten sucht das Theater "Und so fort"

Das Theatergesuch liest sich deshalb so:

"Wir suchen eine BEZAHLBARE, gut angebundene Bleibe. Ob Keller, Lagerhalle, Werkstatt etc. Es muss jetzt noch kein Theater sein. Das kann man ggf (wenn der Raum sich eignet) nachträglich alles beantragen.

Nur schon mal im Vorfeld: Die Räumlichkeit braucht sanitäre Anlagen, und es sollten schon bis zu 100 Leute reinpassen... Die Bühnenfläche sollte mind. 6m breit und 4,5m tief sein. Raumhöhe ca. 3m (mindestens).

Und die Sicht auf die Bühnenfläche sollte natürlich frei sein (also keine Säulen etc.). Das bedeutet (damit man sich das in etwa vorstellen kann: Bühnenfläche und Zuschauerraum haben in etwa 100qm freie Fläche. Die gleiche Fläche brauchen wir nochmal für die Nebenräume (Garderobe, Lager, WC etc.). Eine eigene Bar wäre schön...SOWEIT DIE TRÄUME..."

Dietz hat zudem auch Brauereien und Immobilienbesitzer angeschrieben – denn er hat immer noch Hoffnung, dass sie heuer wieder in einer eigenen Spielstätte sein werden.

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