Stimmen zum Rosberg-Rücktritt Briatore: "Es ist sehr komisch, unbegreiflich"

Raus aus dem Rampenlicht: Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Foto: dpa

Sprint-Olympiasieger Usain Bolt ist verwundert über den Rücktritt von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg: "Ich kann es nicht verstehen." Auch Ex-Formel-1-Manager Flavio Briatore ist sprachlos. Weitere Reaktionen im Überblick.

 

München - Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg hat völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt. Nur fünf Tage nach seinem WM-Triumph beendete der Mercedes-Pilot nach elf Jahren in der Königsklasse seine Karriere.

"Ich spüre eine große Erleichterung", sagt der 31-Jährige.

Stimmen zum Rosberg-Rücktritt

Lewis Hamilton (Rosbergs Mercedes-Teamkontrahent): "Es wird sehr, sehr merkwürdig und es wird traurig, ihn nächstes Jahr nicht im Team zu haben. Der Sport wird ihn vermissen und ich wünsche ihm nur das Beste."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Es ist eine mutige Entscheidung von Nico und ein Beweis für die Stärke seines Charakters. Er hat sich ausgesucht, auf dem Höhepunkt seiner Karriere aufzuhören. Als Weltmeister, als einer, der seinen Kindheitstraum erfüllt hat. Die Klarheit, mit der er dieses Urteil gefällt hat, hat mich dazu bewegt, seine Entscheidung sofort voll zu akzeptieren, nachdem er mich informiert hatte."

Jean Todt (Präsident des Motorsportweltverbands FIA): "Ich war sehr überrascht so wie jeder, aber Nico hat über das gesamte Jahr bewiesen, dass er ungeheuer mutig ist. Ich denke, er hat fünf oder sechs der härtesten Runden seines Lebens im letzten Rennen der Weltmeisterschaft absolviert... Ich bin sehr stolz auf Nico, er ist ein wahrer Champion."

Damon Hill (Formel-1-Weltmeister 1996): "Gut gemacht Nico. Zum Leben gehört mehr, als nur im Kreis herumzujagen. Respekt."

Romain Grosjean (Formel-1-Pilot bei Haas): "Respekt, mein Freund!"

Kevin Magnussen (Formel-1-Fahrer bei Renault): "Großen Respekt. Viel Glück!"

Juan Pablo Montoya (früherer Formel-1-Pilot): "Sehr mutig, diese Entscheidung zu treffen."

Alexander Wurz (früherer Formel-1-Teamkollege Rosbergs): "Ich habe den größten Respekt vor dem Formel-1-Weltmeister."

Marcus Ericsson (Formel-1-Pilot für Sauber): "Sehr überrascht! Aber den größten Respekt für Nico Rosberg. Großartiger Champion. Genieße das nächste Kapitel in deinem Leben."

Jonas Reckermann (Beachvolleyball-Olympiasieger): "Herzlichen Glückwunsch zu einer tollen Karriere, großen Respekt vor dieser Entscheidung! Alles Gute für die Zukunft, Nico Rosberg!"

Eric Frenzel (Nordischer Kombinierer): "Das ist schon sehr überraschend. Gerade erst ist er Weltmeister geworden. Aber es ist schön, dass man in dem Alter schon sagen kann, jetzt habe ich es geschafft und das Lenkrad an den Nagel hängen kann."

Sprint-Olympiasieger Usain Bolt: "Ich kann es nicht verstehen. Doch jeder hat seine Gründe für alles mögliche - und er hat bekommen, was er wollte und ist einmal Weltmeister geworden."

Niki Lauda (Aufsichtsratschef Mercedes-Rennstall): "Toto Wolff und ich wissen das seit Tagen. Ich war genauso überrascht wie viele Leute. Er ist auf dem Höhepunkt. Ich habe nachgefragt, ob er 100 Prozent sicher ist. Da hat er gesagt: 1000 Prozent. Damit war es klar. Die Lücke von Nico zu schließen, ist unmöglich. Wir müssen jetzt neu anfangen zu denken. Wir gehen in den nächsten Tagen in Klausur. Eine Katastrophe ist es aber nicht. Wir werden einen Neubeginn mit einem neuen Fahrer starten. Das müssen wir vor Weihnachten entscheiden."

Flavio Briatore (Ex-Formel-1-Manager): "Ich bin sprachlos. Es ist sehr komisch, unbegreiflich. Wir werden sehen, was geschieht, doch diese Entscheidung kommt mir wirklich sehr seltsam vor."

Boris Becker (Tennisidol): "Ich habe gerade die Nachricht vom Rücktritt erfahren. Mein größter Respekt, Nico:"

Hermann Tomczyk (ADAC-Sportpräsident): "Nico Rosberg ist in diesem Jahr mit einer sportlich grandiosen Leistung verdient Formel 1-Weltmeister geworden. Die Entscheidung auf dem Höhepunkt seiner Karriere zurückzutreten, hat er sich sicherlich gut überlegt und ist, wenn auch völlig überraschend, zu respektieren - auch wenn uns damit ein aktiver Formel-1-Weltmeister als Vorbild für den deutschen Motorsport und insbesondere den Nachwuchs fehlen wird. Im Jahr 2002 ist er mit dem Titel in der Formel BMW ADAC in den Formelsport gestartet, wir freuen uns nun sehr, ihn zum Karriereende als ADAC Motorsportler des Jahres ehren zu dürfen."

Hans-Joachim Stuck (deutsche Rennsport-Ikone): "Die Entscheidung ist aus Nicos Sicht zu respektieren. Als Rennfahrer kann ich das aber überhaupt nicht nachvollziehen. Wo ist die Passion, wo ist die Leidenschaft? Aus Nicos Sicht ganz klar: top. Aus meiner Sicht: völlig unvorstellbar. Wenn ich einen Titel gewonnen habe, dann muss ich den auch verteidigen. Das ist, wenn man ein Rennfahrer mit Herz und Leib und Seele ist."

 

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