Stimmen zum Remis gegen Münster TSV 1860: Das sagt Timo Gebhart zum Comeback

Rückkehrer des TSV 1860: Timo Gebhart Foto: imago images / Lackovic

Der TSV 1860 holt zum Auftakt in diese Drittliga-Saison einen Zähler gegen Preußen Münster. Die Beteiligten hadern vor allem mit der ersten Hälfte und den vergebenen Chancen - Rückkehrer Timo Gebhart konnte seine Einwechslung kaum noch abwarten.

 

München - Der TSV 1860 erkämpft sich nach schwacher erster Halbzeit dank einer couragierten und kämpferisch ansprechenden Leistung einen Zähler gegen Preußen Münster (Hier der Ticker zum Nachlesen). Die Traum-Rückkehr bleibt Timo Gebhart also verwehrt, der Fanliebling musste bis zur Schlussphase auf der Bank schmoren.

Trainer Daniel Bierofka bemängelt im Anschluss die Einstellung in der Anfangsphase. "Ich hatte das Gefühl, dass wir keine Überzeugung hatten, keinen Mut", erzählt der 47-Jährige. Die Stimmen zum Remis gegen Münster:

Gebhart: "Freue mich krass auf die nächste Woche!"

Timo Gebhart über…

…seine Ungeduld ab Minute 45: "Das könnt ihr euch sicher alle vorstellen. Aber war alles gut, ich habe mich gut gefühlt. Ich hatte noch eine sehr gute Torchance vor dem 16er und dachte, ich bekomme das Foul. Ich hab‘ ja einen guten Schuss und ich denke, das wäre die Chance gewesen, das Spiel noch zu gewinnen. Auch Sascha hatte noch eine Chance, aber so ist es eben ein Punkt im ersten Spiel."

…Mölders dicke Chance: "Normalerweise macht er so einen, aber ich glaube, der Ball war ein bisschen hoch. Aber da braucht man nicht lange rumschwätzen - den nächsten macht er."

…Gänsehaut bei der Einwechslung: "Ja! Ich habe mich sehr darauf gefreut und habe immer geschaut: Wann ruft mich der Trainer? Wann ruft er mich? Aber es war ja mein erstes Spiel, ich habe erst drei, vier Mal mittrainiert. Ich denke, es war in Ordnung."

…die "Timo-Gebhart-Sprechchöre": "Natürlich kriegt man das mit, das pusht einen. Da hat man noch mehr Bock. Ich hab‘ immer Bock, aber jetzt freue ich mich schon so krass auf die nächste Woche und auch auf das nächste Heimspiel."

…Sechzigs Stotterstart: "Es ist das erste Spiel, der Druck ist groß. Die erste Halbzeit war nicht so gut, aber dann sind wir besser reingekommen. Ich denke, das wird von Spiel zu Spiel besser."

Bierofka: "Die erste Halbzeit können wir total vergessen"

Daniel Bierofka: "So schlecht wie die erste Halbzeit war, so gut war die zweite. Ich hatte das Gefühl, dass wir keine Überzeugung hatten, keinen Mut. Wir waren zu ängstlich, hatten viel zu wenig Läufe in die Tiefe. Der Gegner hat im Mittelfeld gut verteidigt, aber haben es uns auch selbst schwer gemacht in der Spieleröffnung, zu oft auf eine Seite drängen lassen. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft das Gesicht gezeigt, dass ich sehen wollte und haben Power-Fußball gespielt. Wir haben bessere Lösungen gefunden, haben Druck gemacht und sind auch gefährlicher in den Strafraum gekommen. Dort waren wir dann teilweise einen Schritt zu spät oder hatten nicht die nötige Konsequenz, den Ball über die Linie zu drücken. Die erste Halbzeit können wir total vergessen, so kann man nicht Fußball spielen in der Dritten Liga. Die zweite Halbzeit war aber total in Ordnung, das muss der Weg sein: Die Jungs müssen lernen, mit Mut und Überzeugung Fußball zu spielen."

Hendrik Bonmann über…

…das Gegentor: "Das ist extrem bitter. Das war der einzige richtige Torschuss von denen. Aber sowas passiert eben."

…sein Debüt nach langer Verletzungspause und der Phase als Reservist: "Es war wunderschön. Es war ein sehr gutes Gefühl. Es bedeutet mir viel, endlich wieder fit zu sein und auf dem Platz zu stehen. Für mich persönlich war es eine gute Geschichte und ich bin sehr froh, wieder drin zu sein."

Hendrik Bonmann hadert mit der ersten Halbzeit

…Ärger über Sechzigs schwachen Auftakt: "Klar ärgert man sich, wir ärgern uns alle. Wenn wir besser reinkommen, passiert vielleicht diese doofe Halbchance gar nicht und dann gewinnen wir das Ding safe, wenn wir zwei Halbzeiten so spielen. Nichts desto Trotz hätten wir auch so das Spiel gewinnen können, hatten am Ende ein bisschen Pech. Aber wir haben allen gezeigt: Wir leben. Wir haben eine Riesen-Reaktion gezeigt. Es war ein guter Auftakt, wir brauchen uns für nichts schämen. Der Trainer hat in der Pause gar nichts Negatives gesagt. Wir haben uns gesagt: Wir müssen präsenter sein, mehr Führung übernehmen. Klar ist man ein bisschen nervös und es klappt nicht alles."

Sven Hübscher (Trainer Preußen Münster): "Bevor die Stimme dann endgültig weg ist, wie es nach dem ersten Spiel meistens so ist: Für uns war es eine Aufgangssituation, die uns durchaus vor ein Aufgabe gestellt hat: Auftaktspiel in München, mit einer jungen und teils neu zusammengestellten Mannschaft. Ich bin positiv überrascht gewesen, wie die Jungs da waren. In der zweiten Halbzeit fällt für uns zu früh das Gegentor. Dann entwickelt Sechzig eine Wucht und wir müssen aufpassen, dass wir im Spiel bleiben. Wir waren viel zu hektisch, Sechzig hat besser verteidigt. Sie sind mit dem Ausgleich deutlich besser ins Spiel gekommen. Ich kann mit dem Punkt leben und nach Hause fahren."

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