Stimmen zum Bayern-Sieg 1:0 in Frankfurt – Veh: "Linienrichter war dagegen"

Pep Guardiola ist "100 Prozent zufrieden", Armin Veh meint: "Wenn du benachteiligt wirst, holst du keinen Punkt". Foto: dpa

Pep Guardiola ist zufrieden wie seine Bayern das Spiel kontrolliert haben, Armin Veh sah seine Eintracht in manchen Situationen durch den Schiedsrichter benachteiligt – die Stimmen zum Spiel.

München – Zweites Bundesliga-Spiel, zweiter Sieg. 3:1 gegen Gladbach, 1:0 nun in Frankfurt. Die Bayern sind in der Spur und auf Kurs Titelverteidigung. Aber gegen den vermeintlich übermächtigen FC Bayern präsentierte sich die Frankfurter Eintracht nach dem 1:6 Debakel von Berlin entgegen der Erwartungen kämpferisch. Ein nicht gegebener regulärer treffer der Frankfurter sorgt für Gesprächsstoff. Die Stimmen zum knappen 1:0-Sieg der Bayern in Frankfurt.

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "Taktisch wollten wir wenig Ballbesitz haben. Die Bayern haben dann auch das Spiel dominiert – auch nach dem 1:0 haben sie es kontrolliert. Ich habe gedacht, unsere Zeit wird kommen, wenn wir nicht das 0:2 kassieren. Dann ist ein Tor für uns gefallen, das war ein sehr guter Zeitpunkt. Es war ein reguläres Tor, aber der Linienrichter war dagegen. Außerdem war es ein klarer Elfmeter, es war ein klares Foulspiel gegen Alexander Meier. Wenn du benachteiligt wirst, holst du keinen Punkt."

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Im Vergleich zur letzten Woche haben wir das Spiel viel besser kontrolliert. Gegen Gladbach haben wir noch zu viele Konter zugelassen, das war heute besser. Es ist nach der Länderspielpause nie einfach, wir hatten nur drei Tage Zeit. Trotzdem haben wir sehr viele Chancen erarbeitet. Ich bin glücklich und zu 100 Prozent zufrieden. Javi Martínez war nicht im Kader, weil er an den Adduktoren verletzt ist. Er hat am Mittwoch 90 Minuten mit Spanien in Ecuador gespielt, das ist weit weg. Aber ich hoffe, er kommt bald wieder zurück ins Training. Und Arjen Robben hat nicht von Beginn an gespielt, weil wir auf ihn aufpassen müssen. Er hat sich in den letzten Jahren oft in der Hinrunde verletzt. Wenn einer müde ist wie heute, kann ich ihn bringen und dann geht Müller auf die Bank. Wir haben einen Super-Super-Kader und Robben ist ein Super-Spieler, ich versuche, alle Spieler zu bringen.“

Manuel Neuer (Torwart FC Bayern): "Es war schwierig hier, weil wir wussten, dass sich Frankfurt anders präsentieren wollte als beim 1:6 in Berlin. Die erste Halbzeit war okay, nur das zweite Tor hat in unserem Spiel gefehlt. Für uns war es wichtig, die drei Punkte einzufahren, nicht Frankfurt an die Wand zu spielen und besonders hochkarätigen Fußball zu spielen – nein, wichtig war das Ergebnis. Natürlich haben wir schon mal besser gespielt, aber dadurch das 2:0 nicht fällt, wird es eng. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Aber wir können zufrieden sein, dass wir den zweiten Sieg eingefahren haben. Nur die ein oder andere Freistoßsituation hätte nicht sein müssen – auch nicht, dass wir da am Ende noch Großchancen zulassen, wie bei Alex Meier, als er auf mich zuläuft. Aber die Null stand, das war wichtig."

Arjen Robben (FC Bayern): "Das Wichtigste am Anfang ist es, die Spiele zu gewinnen. 1:0 ist immer eng. Wir hatten genug Möglichkeiten zum 2:0. Wenn du die nicht machst, dann bleibt es eng bis zum Ende. Und so ist der Frankfurt-Stürmer am Ende noch alleine aufs Tor zugelaufen, zum Glück ging der Ball nicht rein. Es sind immer die schwierigsten Spiele, wenn die Spieler von einer Länderspiel-Reise zurückkommen – von überall auf der Welt, der eine aus Südamerika, der andere aus Asien – aber erst Donnerstag, dann kannst nur Freitag ein bisschen trainieren. Die Spieler hatten wenig Pause, das hat man gemerkt bei dem ein oder anderen Spieler, der nicht 100 Prozent hatte. Aber da musst du durch, es ist eine Kopfsache, das Spiel gewinnen zu wollen.“

 

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