Stille Feiertage 2019 Tanzverbot an Ostern: Das ist in München und Bayern zu beachten

Ostern bedeutet 70 Stunden Tanzverbot am Stück. Foto: dpa

Nachtschwärmer in München müssen immer wieder eine Partypause einlegen. In Bayern herrscht an stillen Feiertagen Tanzverbot. Wie diese Regelung an Ostern aussieht und was Sie beachten müssen.

München - Drei Tage Tanzverbot für München und Bayern: Von Gründonnerstag 18. April (ab 2 Uhr) bis Karsamstag (20. April) bleibt es in den Münchner Bars und Clubs still. Erst nach 70 Stunden ist am 21. April, Ostersonntag (0 Uhr) das längste Tanzverbot des Jahres vorüber.

Tanzverbot an Ostern: Das gilt in München

Musik muss an den sogenannten stillen Feiertagen in Art und Lautstärke dem ernsten Charakter des Tages angepasst sein. Am Karfreitag sind in Räumen mit Schankbetrieb jegliche musikalische Darbietungen verboten. Das gilt in der Stadt wie auf dem Land.

Das Gesetz "zum Schutz der Sonn- und Feiertage" verordnet aber nicht nur Diskotheken eine Ruhepause. Der Charakter der "stillen Tage" muss bei allen öffentlichen Unterhaltungsveranstaltungen gewahrt bleiben. Spielhallen bleiben deshalb geschlossen. Sportveranstaltungen sind grundsätzlich erlaubt, aber auch hier gilt für den Karfreitag - neben dem Buß- und Bettag - eine Ausnahmeregelung.

Heidenspaß-Party im "Blitz Club"

Eine Ausnahme macht der "Blitz Club" in München: Dort darf am Karfreitag auf der Heidenspaß-Party ausgiebig getanzt werden. Der Bund für Geistefreiheit (bfg München) beruft sich dabei auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2016, das besagt, dass tanzen erlaubt ist, sofern "der Tanz Ausdruck einer weltanschaulichen Abgrenzung gegenüber dem Christentum" ist. 

Wann sind stille Feiertage in Bayern?

Insgesamt neun stille Tage gibt es in Bayern - besonders viele davon im November und rund um Ostern.

  • Aschermittwoch
  • Gründonnerstag
  • Karfreitag
  • Karsamstag
  • Allerheiligen
  • Volkstrauertag
  • Buß- und Bettag
  • Totensonntag
  • Heiligabend

Trotz Gesetzeslockerung: Strikte Regeln für Karfreitag

Im Jahr 2013 hatte der Bayerische Landtag das Tanzverbot an sechs "stillen Tagen" aufgeweicht. In den Nächten vor anderen stillen Tagen darf bis zwei Uhr morgens hineingefeiert werden - zwei Stunden länger als vor der Gesetzesänderung. Ausgenommen sind als einziges Karfreitag, Karsamstag und Heiligabend.

Dabei soll es auch bleiben, eine weitere Lockerung des Tanzverbots ist in Bayern nicht geplant. Nach Angaben des Innenministeriums hat kein Bundesland mehr "stille Tage" als Bayern. 

 

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