Steve Jobs Unsterblich

Der Münchner Blogger und AZ-Kolumnist Richard Gutjahr traf vor 16 Monaten Steve Jobs, kurz zuvor ergatterte er als erster Mensch weltweit das iPad. Foto: az

Steve Jobs ist Apple und Apple ist Steve Jobs. Auf die Firma Apple könnten sicherlich viele von uns verzichten. Doch was ist die Welt ohne Menschen wie Steve Jobs?

 

In seiner Rolle als Geschäftsmann mag zu ihm stehen, wie man will. Als Mensch, als Visionär und als Vordenker haben wir in Steven Paul Jobs ein Vorbild verloren, wie es das vielleicht nur alle 100Jahre einmal gibt. Mit dem Macintosh, dem iPod, dem iPhone und zuletzt auch dem iPad hat er den Menschen die Angst vor der Technik genommen.

Noch mehr noch als seine Erfolge haben ihn jedoch seine Misserfolge geprägt und zu der Persönlichkeit werden lassen, zu der selbst gestandene Staatsmänner aufgeschaut haben. Mit Anfang 30 aus der eigenen Firma geschasst, um diese dann Jahre später vor dem Untergang zu bewahren. Dem Tod gleich zweimal von der Schippe gesprungen, um die Weltöffentlichkeit nur kurz darauf wieder und wieder mit einer neuen bahnbrechenden Entwicklung ins Staunen zu versetzen. Steve Jobs war ein Mann, der mit seiner Liebe zum Detail die Massen begeistern und seine Kollegen oft in den Wahnsinn treiben konnte.

Nicht einmal seinen eigenen Abgang hat Jobs dem Zufall überlassen. Von Krankheit gezeichnet bereitete er minutiös die Stabübergabe bei Apple vor. Seine Biographie, die seit über zwei Jahren in Arbeit ist, wurde just in diesem Herbst fertig. Steve Jobs ist Apple und Apple ist Steve Jobs. Doch Apple war mehr als eine Firma. Apple war eine Idee. Und als solche hat sich Steve Jobs bereits zu Lebzeiten unsterblich gemacht.

 

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