Steve Jobs ist tot Nach dem Visionär kommt der Kaufmann

Aktieneinbruch oder Wachstum: Wie geht es mit Apple weiter?

 

San Francisco -  Von der Garagenklitsche zum erfolgreichsten Technologieunternehmen weltweit. Aber was kommt nach Steve Jobs Tod?

Börsen-Analysten sehen bereits das Ende des Apple-Höhenflugs: Die Aktie verlor sofort nach Bekanntwerden von Jobs Tod mehr als drei Prozentpunkte, an der Wall-Street startete sie mit Verlusten. Ein koreanischer Marktanalyst erklärt: „Es war Jobs' Apple, nicht Apples Jobs."

Dennoch: Auch ohne Jobs wird Apple weiter wachsen. Jobs war zwar derjenige, der die Visionen und das Charisma hatte, Apples Erfolg war aber nicht nur sein Verdienst. Längst ist Jobs innovatives Denken und Streben quasi in die Unternehmens-DNA übergegangen.

Eine neue Apple-Ära beginnt mit Jobs Nachfolger Tim Cook trotzdem. Denn Cook ist mehr Kaufmann als Visionär, mehr introvertiert und zurückhaltend. Das zeigte sich schon bei der Präsentation des neuen iPhone 4S. Erfolg konnte Apple aber auch schon unter Cook verzeichnen: Als er Jobs 2009 vertrat, stieg der Aktienkurs von Apple um 62Prozent. Im vergangenen Quartal verkaufte der Konzern dann unter Cook 9,25 Millionen iPads und 20,3 Millionen iPhones. Die Kunden kauften schließlich Apple-Produkte, weil sie von Apple seien, nicht wegen Steve Jobs, erklärt Michael Gartenberg, Marktanalyst bei Gartner Research.

Jobs Tod hinterlässt dennoch eine große Lücke. „Steves Brillanz und Energie waren Quelle zahlloser Innovationen”, weiß Apple. Die begründeten auch die Erfolgsgeschichte des Konzerns. Was 1977 in einer Garage begann, brachte 1979 schon einen Umsatz von 49 Millionen US-Dollar, heute liegt der bei fast 70Milliarden. Vor einem halben Jahr war Apple sogar – vor Exxon – für eine kurze Zeit das wertvollste Unternehmen der Welt mit einem Börsenwert von 337 Milliarden Dollar. 

 

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