Stauma! Bauma-Verkehrsleitzentrale verhindert das größte Chaos

Alles im Blick, alles im Griff: Frank Pastior und seine Mannschaft vor den Bildschirmen in der Verkehrsleitzentrale der Bauma. Foto: Gabriele Mühlthaler

Die Verkehrsleitzentrale der Mega-Messe hat derzeit viel zu tun – und am Samstag wird’s erst so richtig voll.

 

Wenn Bauma ist im Münchner Osten, sind morgens tausende Autos zum Messegelände unterwegs. Experten kümmern sich deshalb in der Bauma-Verkehrsleitzentrale darum, dass die Fahrzeuge nicht auf verstopften Straßen stecken bleiben, sondern möglichst zügig die vorhandenen Parkflächen anfahren können.

Donnerstag, 9.15 Uhr: Auf den Straßen rund um die Messe reiht sich Fahrzeug an Fahrzeug. In der Bauma-Verkehrsleitzentrale herrscht angespannte Konzentration. Frank Pastior von der Messegesellschaft und Experten von Autobahndirektion und -polizei, Polizei, Kreisverwaltungsreferat, Systementwicklern und Autobus-Oberbayern haben alles im Blick.

Auf neun Monitoren sind Kamerabilder oder Grafiken der aktuellen Verkehrslage zu sehen. „Wir signalisieren an der A94 jetzt – Riem no Parking“, sagt Pastior. „Schickt alle am Moosfeld raus zum Parkplatz Mitterfeld“. Um 9.34 Uhr meldet Stefan Hofer (Autobahndirektion) einen „heftigen Unfall bei Eschenried mit sehr langem Rückstau. Wir wissen nicht, ob das Einfluss auf uns hat“.

Es herrscht akkute Parkplatz-Knappheit

Frank Pastior fragt laufend nach, ob noch Platz auf den temporären Parkplätzen in Aschheim, Feldkirchen und am Mitterfeld ist. Um 10.17 Uhr heißt es: „Das Parkhaus der Riem Arcaden ist voll.“ Weil die Parkplätze in den ersten drei Bauma-Tagen schon knapp wurden, hat Pastior zusätzliche rekrutiert, die heute erstmals genutzt werden: In den Riem Arcaden, auf der Trabrennbahn Daglfing und im Kieswerk Obermayr, das für die Bauma den Betrieb eingestellt hat.

Doch kurz nach zehn ist auch Daglfing dicht, dafür hat Obermayr zu den 400 zugesagten Plätzen 200 weitere klar gemacht. Von Daglfing fahren Shuttlebusse, die Obermayr-Parker können zu Fuß zur Bauma gehen.

 

Mehr als 20 000 Autos am Tag

Eines hat Pastior schon festgestellt, es kommen deutlich mehr Leute mit dem Auto zur Bauma als früher. „Gestern waren es fast 21 000 Autos, die 20 000 haben wir bisher bei keiner Bauma gerissen!“ Rund 45 Prozent reisen mit der U-Bahn an und „obwohl man da drinsteckt wie in einer Sardinendose, muss man die U-Bahn loben“, sagt Frank Pastior.

Um 10.34 Uhr aktiviert er die nächste Parkmöglichkeit bei XXL-Lutz in Aschheim und schickt gleich das Daglfinger Team dorthin. Auch am Mittleren Ring läuft nach einem Unfall und 1 ½ Stunden Stau der Verkehr wieder. In Feldkirchen hingegen ist es ruhig.

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„Zwei Unfälle zwischen Nordkreuz und Aschheim blockieren. Wir kriegen nachher noch ganz schön was ab, wenn dort geräumt ist“, sagt Stefan Hofer. Keine Durchfahrt gibt es für einen Trupp des Baureferats, der mitten im Bauma-Stau die Fahrbahn der Paul-Henri-Spaak-Straße ausbessern will. „Sofort einstellen“ heißt es auch für einen Lieferanten, der auf der Zufahrtsspur zum Busparkplatz Nord Leergut einlädt.

Um 11.20 Uhr dann läuft der Verkehr zügig. Am heutigen Freitag wird’s noch enger, am Samstag ist der stärkste Bauma-Tag. Dazu kommen noch Frühlingsfest mit Wiesn-Flohmarkt und Bayern gegen Schalke in Fröttmaning. Langweilig wird’s Frank Pastior und seiner Mannschaft nicht. Gabriele Mühlthaler

 

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