Statt muffiger Hörsaal Uni-Vorlesung im Hofbräukeller

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Bei Bier und Brotzeit macht das Studieren Spaß. Foto: Feindt

Hofbräukeller-Chef Friedrich Steinberger spricht bei einer Vorlesung der FOM im Hofbräukelle über Internet und Biergärten.

 

MÜNCHEN Die Bierbänke müssen noch trocken gewischt werden, doch die 50 Studenten der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) lassen sich vom Wetter ihre Vorlesung im Hofbräukeller-Biergarten nicht verderben. Weil die FOM heuer zehnten und der Biergarten 200. Geburtstag feiern, war das Thema „Mit Laptop und Lederhos’n – Der Biergarten in Zeiten des Web 2.0“.

Theoretische Ansätze zu Marketing-Strategien erklärte Prof. Dr. Thomas Städter. "Wem vertrauen Sie eher? Einem Unternehmen oder einem Freund", fragte Städter seiner Studenten. Klar, einem Freund. Das beweisen auch Studien. Deshalb hebt der Dozent hervor, dass die "Location Based Services" besonders wichtig für das Marketing sind. Das sind die Apps, die den Aufenthaltsort des Nutzers erkennen und ihn mit der normalen Welt verknüpfen.

Die Praxis gab’s vom Hausherren des Hofbräukellers, Friedrich Steinberger. „Als ich 2005 hier eingestiegen bin, hatten wir zwar eine Homepage, die wurde aber nur alles halbe Jahr aktualisiert“, sagte er. Heute arbeiten seine acht Azubis in Projektgruppen daran, wie sich das Haus in den neuen Medien präsentiert. Da geht auch mal was schief. Um mehr Gäste auf die Facebook-Seite zu locken, wurden heuer Wiesntische verlost, wenn ein Gast "Gefällt mir" bei dem sozialen Netzwerk gedrückt hat. Seit der WM läuft die Aktion und nur 20 Gästen gefällt's virtuell. Doch dem Hofbräukeller-Chef ist bewusst, dass man trotzdem weiter Neues ausprobieren muss. Deshalb gab es bei der anschließenden Brotzeit mit den Studenten weitere Anregungen, wie man mehr Münchner vom Internet in den Biergarten lockt.

 

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