Statistisches Jahrbuch München: Eine Stadt in Zahlen

Die Statistiker haben wieder allerlei Daten über München und seine Bewohner gesammelt. Foto: dpa

Babys, Singles, Verkehr, Insolvenzen oder Kinogänge: Was die Statistiker so alles über uns sammeln.

 

München - Mamas gebären mit 34, die Allacher sind Münchens größte Autofreaks – und jeder dritte neue Pkw ist ein Sportwagen. Das und viel mehr steht im neuen Statistischen Jahrbuch 2016, das die Stadt jetzt veröffentlicht hat. Hier lesen Sie schon mal die wichtigsten Fakten.

Jung und Alt

1987 ist der häufigste Geburtenjahrgang der Münchner. Damit wird nächstes Jahr 30 719 Mal ein 30. Geburtstag gefeiert. Macht im Schnitt täglich 85 Tränen-Partys scheidender Twens. Die letzte Babyboomer-Phase war übrigens von  1960  bis 64.

189.300 Kinder unter 15 leben heute in der Stadt. Das sind zwölf Prozent aller Bewohner. Die wenigsten leben im Studentenviertel Maxvorstadt, die meisten im östlichen Familienviertel Trudering-Riem. Es gibt aber mehr Rentner über 65 Jahren (17,5 Prozent) als Kinder. Die leben besonders gern im Süden (Hadern Thalkirchen).

379 Münchner sind 100 und mehr Jahre alt – und hier herrscht echter Damen-Überschuss: 301 davon sind Frauen.

41,2 Jahre sind der Münchner und die Münchnerin im Schnitt. Damit ist unsere Stadt extrem jung: Für Deutschland liegt der Altersdurchschnitt bei 44,5 Jahren.

71.315 Buben und Mädchen gehen in Krippen oder Horte. Das sind rund 2600 Kinder mehr als noch im Vorjahr.

Mütter und Kinder

34 Jahre alt sind die meisten Mamas, die in München entbinden. Und damit drei Jahre älter als im Deutschland-Schnitt (31 Jahre).

17.143 Babys sind 2015 in München auf die Welt gekommen. Knapp 700 mehr als im Jahr davor. Der beliebteste Mädchenname war übrigens Anna – zeitlos schön. Und für Buben: Maximilian.

123.882  Buben und Mädchen gehen in München in allgemeinbildende Schulen. 11 370 davon waren letztes Jahr Erstklässler.

9 Der neunte Monat des Jahres, also im September, war der geburtenreichste Monat im vergangenen Jahr

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Ausländer

419.391 Ausländer wohnen in München. Rund 26 000 mehr als im Vorjahr. Gut die Hälfte sind EU-Ausländer.

67,1 Prozent der Krippen- oder Hortkinder sprechen daheim deutsch. Bei mehr als der Hälfte sind beide Eltern Deutsche.

36.598 Menschen zogen aus dem Ausland zu. Die meisten (22 659) aus Europa: 3897 Kroaten, 2799 Rumänen, 2405 Italiener, 1742 Bulgaren und 1636 Polen. 9931 kamen aus Asien: 2301 Afghanen, 1410 Syrer, 1173 Emirati, 781 Inder, 758 Iraker. Und 2988 aus Afrika: 711 Eritreer, 646 Somalier, 417 Nigerianer, 175 Ägypter und 170 Senegalesen.

Singles

54,8 Prozent der 780 194 Wohnungen (822 906 Haushalte) in München sind von Singles bewohnt. Die tummeln sich vor allem in der studentischen Maxvorstadt (hier leben in 68,8 Prozent der Haushalte Singles). Rund Aubing findet man eher verbandelte Menschen – und am wenigsten Singles (41,6 Prozent).

49,8 Prozent der Münchner sind ledig – und 37,1 Prozent verheiratet. Acht Prozent sind geschieden.

Verkehr

507.434 Privatautos fahren in München – damit hat jeder dritte Münchner ein Auto. In Allach-Untermenzing (Spitzenreiter) sogar jeder zweite! Die wenigsten Pkw fahren in der Ludwigs-/Isarvorstadt, da ist nur jeder vierte Bewohner motorisiert.

46.657 Verkehrsunfälle hat es 2015 gegeben. Vor allem im Juli hat’s gekracht (4729 Unfälle). Unschön: Bei jedem vierten Unfall beging der Verursacher Fahrerflucht.

181.970 Autos wurden neu zugelassen. Zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

32 Prozent der neu zugelassenen Autos waren: Sportwagen – schon wieder mehr als im Vorjahr.

Freizeit und Kultur

4,48 Millionen Besucher haben 2015 entspannte Stunden im Kino verbracht, das war ein Plus von 3,6 Prozent. Der liebste Kino-Monat? Eigentlich logisch: Es war der graue November.

8,5 Prozent weniger Gäste als im (Eisbär-Boom-) Jahr zuvor haben den Tierpark Hellabrunn besucht.

52,4 Prozent mehr Münchner (also gleich mal die Hälfte mehr als sonst) haben im heißen und langen Sommer 2015 die Freibäder gefüllt.

Wirtschaft

37 490 Menschen in der Stadt waren zu Jahresbeginn arbeitslos. Das sind 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (– davon 15 Prozent Ausländer). Aber nur jeder siebte blieb länger als zwei Jahre ohne Job.

19 342 Münchner haben neue Gewerbe angemeldet. Sie sind ein bisserl vorsichtig geworden – das ist der niedrigste Stand der letzten zehn Jahre.

1890 Insolvenzen gab es 2015 – was eine gute Nachricht ist: Es sind neun Prozent weniger als noch ein Jahr davor.

Wohnen

13 Menschen pro Hektar leben im Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied, der damit das am dünnsten besiedelte Viertel der Stadt ist. Das engste: Schwabing-West mit 157 Leuten (ebenfalls pro Hektar).

1 521 678  Einwohner hatte München zu Jahresbeginn. Mal wieder ein Rekord – und: rund 31 000 mehr als ein Jahr zuvor.

Und sonst:

958 Euro kostete ein Backofenherd im September (viel mehr als im März mit 867 Euro). Dafür sind im Herbst Wäschetrockner (781 Euro) billiger zu haben als im Frühling (865).

74 Prozent aller Lehrer in München sind Frauen.

 

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