Startelf gegen Freiburg Plötzlich kam "Platte"...

Hofft nach dem Einsatz gegen Freiburg auf mehr Einsatzzeit: Marvin Plattenhardt. Foto: Kunz / augenklick

Pinola raus, Plattenhardt rein. Das Trainerduo Wiesinger/Reutershahn überraschte am Samstag gegen Freiburg mit der Auftstellung.

 

Nürnberg - Auf der rechten Abwehrseite musste das Trainergespann Wiesinger/Reutershahn am Samstag gegen den SC Freiburg (1:1) wegen der Gelbsperre für Timothy Chandler zwangsweise mit Aushilfsverteidiger Hanno Balitsch antreten. Doch auch "hinten links" entschieden sich die Coaches für eine Frischzellenkur. Marvin Plattenhardt durfte statt Javier Pinola von Beginn an ran. Eine Nominierung, die für "Platte" fast ähnlich überraschend kam wie für die 38.188 Zuschauer im Grundig Stadion.

"Der Trainer hat mir zwar unter der Woche gesagt, dass ich weiter Gas geben soll und nah an Pino dran bin", verrät Plattenhardt. "Aber erst in der Besprechung hab ich abends das Blatt umgedreht und gesehen, dass darauf mein Name für die linke Abwehrseite steht. Da war ich auch schon kurz überrascht."

Für Trainer Michael Wiesinger war der "P&P"-Wechsel die mittlerweile logische Konsequenz der schwachen Vorstellungen Pinolas in den vergangenen Partien. Bis auf ein ordentliches Spiel in Frankfurt konnte der Argentinier nur wenig überzeugen. "Wir haben Leistungen zu bringen. Das betrifft jeden, auch Pino", so Wiesinger. "Mit seinen Leistungen waren wir nicht zufrieden. Auch die Trainingswoche hat uns nicht zu hundert Prozent gepasst hat. Deshalb die Entscheidung für Marvin, der die Woche gut trainiert hat."

Pino raus, Platte rein. Der 21-Jährige freut sich über das Vertrauen des Trainerstabs, hofft nun auf weitere Einsatzzeiten in der Zukunft. "Ich werde versuchen, mich weiter zu empfehlen und an meinen Schwächen zu arbeiten", erklärt Plattenhardt. "Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn ich wieder auflaufen darf und der Mannschaft helfen kann. Spielpraxis ist für einen jungen Spieler wie mich sehr wichtig."

Dass gegen Freiburg noch nicht alles rund lief, weiß der gebürtige Filderstädter selbst: "Ich hab jetzt fast ein halbes Jahr nicht von Beginn an gespielt. Dafür war es ganz ok. Es fehlt nach so langer Zeit vielleicht auch noch ein wenig das Selbstvertrauen."

Über eine Szene ärgert sich Marvin Plattenhardt deshalb immer noch. "Beim Gegentor seh ich nicht ganz so gut aus. Der Ball wird irgendwie verlängert und auf einmal steh ich mit dem Stürmer alleine im Strafraum", erklärt Plattenhardt. "Schuster macht das natürlich gut. Ich versuch noch, zu grätschen, aber komm leider nicht mehr hin."

Vielleicht kann es Marvin Plattenhardt am Freitag (20.30 Uhr) im wichtigen Duell mit Konkurrent Augsburg besser machen...

 

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