Starke Rauchentwicklung Bei Brand in Kita: Drohnenpilot stört Rettungskräfte

, aktualisiert am 06.07.2020 - 13:50 Uhr
Die Feuerwehr hatte die Flammen nach über zwei Stunden gelöscht. Foto: Feuerwehr München

Der Dachstuhl einer Münchner Kita stand am Sonntag in Flammen. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen – musste sich dabei aber mit einer Drohne herumschlagen.

 

München - Am Sonntagmittag ist in einem Gebäude in der Prälat-Wellenhofer-Straße ein Dachstuhl in Brand geraten. Die Münchner Feuerwehr war mit zwei Löschzügen vor Ort, um den Brand zu löschen.

Bei dem Gebäude handelte es sich um eine Kita, wie die Feuerwehr der AZ mitteilte. Da sich am Wochenende niemand im Gebäude befunden hatte, gab es keine Verletzten. Ein Feuerwehr-Sprecher sagte im Gespräch mit der AZ, dass mit einem hohen Schaden zu rechnen sei: "Die Kindertagesstätte wird sicherlich eine Zeit zumachen müssen."

Zur genauen Schadenshöhe sowie zur Brandursache war am Sonntagnachmittag noch nichts bekannt. Auf Twitter riet die Münchner Feuerwehr dazu, Türen und Fenster in der Umgebung aufgrund einer starken Rauchentwicklung geschlossen zu halten.

Feuerwehr durch Drohne behindert

Bei den Löscharbeiten wurden die Einsatzkräfte durch eine Drohne gestört. Die Polizei konnte im näheren Umfeld eine 36-jähriger Münchner ausfindig machen, der die Drohne steuerte. Da nach der Luftverkehrsordnung das Filmen von Einsätzen der Polizei bzw. der Feuerwehr verboten ist, musste der Mann den Flug beenden. Des Weiteren befand sich der Einsatzort in unmittelbarer Nähe zum Hubschrauberlandeplatz am Klinikum Großhadern, welcher als Flughafen gilt. Auch dies stellt einen Verstoß dar.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 36-Jährige keine Luftfahrthaftpflichtversicherung für die Drohne hatte und nicht im Besitz eines Nachweises für den Betrieb war. Er wurde wegen dieser Ordnungswidrigkeiten nach dem Luftverkehrsgesetz und der Luftverkehrsordnung angezeigt.

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