Starbulls statt Sechzig TSV 1860: Interessierter Pächter "outet" sich - Löwen-Stüberl bleibt zu

Bleibt vorerst geschlossen: Das Löwenstüberl. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der TSV 1860 wartet weiter auf die Wiedereröffnung des Löwen-Stüberls. Unterdessen gibt sich der potenzielle Pächter zu erkennen - und unterschreibt bei den Star Bulls Rosenheim.

 

München - Das Löwen-Stüberl bleibt weiter geschlossen. Die Kult-Kneipe, linker Hand am Eingang des Trainigsgeländes des TSV 1860 neben dem Haupt-Trainingsplatz gelegen, wartet nach dem Ausstieg von Ex-Wirtin Christl Estermann Ende Dezember 2018 immer noch auf einen neuen Pächter. Und das nun schon über ein halbes Jahr.

Jetzt hat sich herausgestellt, wer der ominöse Pächter ist, der das Stüberl weiterführen wollte: Martin Obermüller. Der Gastronom ist leidenschaftlicher Löwenfan, doch er hat sich gegen die Wirtschaft auf dem Gelände seines Herzensvereins entschieden und wird stattdessen eine andere Gaststätte betreiben.

Martin Obermüller wollte Löwen-Stüberl

Obermüller, bei 1860 als "Unternehmer für Sechzig" aktiv und im Fan-Klub "Bluetsbrüder" engagiert, wäre aufgrund seiner Löwen-Liebe eigentlich prädestiniert als neuer Stüberl-Wirt. Und an seinem Interesse war es auch nicht gescheitert.

Doch stattdessen hat der erfahrene Küchenchef nun am Montag auf seiner Facebook-Seite einen Bericht gepostet, der ihn als neuer Pächter der Gastronomie des Eishockey-Klubs Starbulls Rosenheim ausweist.

Starbulls Rosenheim statt TSV 1860

"Ich freue mich sehr, Teil des Ganzen zu werden und meinen Part zum wirtschaftlichen Erfolg des Vereins beitragen zu dürfen", sagt Obermüller in einer Pressemitteilung des Vereins über seinen neuen Job als Leiter der Betreibergesellschaft "Starbulls Gastro Service" im Rosenheimer Rofa-Stadion.

Die neue Herausforderung, die für VIP-Gäste ausgelegt ist, habe ihn gereizt. Der neue Starbulls-Wirt hat neben den Giesingern auch eine Verbindung zu Rosenheim, wo er seit zehn Jahren lebt und auch Anhänger des ortsansässigen Eishockey-Vereins ist.

Ominöse Vertragsklauseln von Anthony Power

Bitter für 1860: Obermüller hatte nach AZ-Informationen bereits einen unterschriftsreifen Vertrag der Sechzger vorliegen und wollte diesen usprünglich auch unterzeichnen. Letzten Endes hatten für den 1860-Fan aber die Bedingungen nicht gepasst - aus wirtschaftlichen Gründen und zudem durch einige ominöse Vertragsklauseln, die 1860-Investor Hasan Ismaik über seinen Statthalter und Merchandising-Boss Anthony Power implementieren wollte.

Sechzig hatte den AZ-Bericht daraufhin in einer dünnen Pressemitteilung dementiert - ohne näher auf die Gründe einzugehen. Jetzt hat sich Obermüller gegen Giesing entschieden - und für Rosenheim. Das Löwen-Stüberl wartet somit auch Mitte August noch auf seine Wiedereröffnung - und die Sechger-Fans auf ihr Bier nebst deftiger Speise wie die legendären Schinkennudeln von der Christl.

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