Star der Bayern-Basketballer Das Williams-Dilemma: "Wenn die NBA anruft..."

Bayern-Basketballer Derrick Williams kam von den Los Angeles Lakers, die ihn 2018 mit einem Zehntagesvertrag ausgestattet hatten. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der Basketball-Superstar des FC Bayern freut sich auf die BBL-Playoffs und träumt von einem Anruf aus der NBA. Williams: "Ich spiele da mit offenen Karten."

 

München - Pfiffe, Buhrufe, Schmähungen? Nichts mag Derrick Williams, der Superstar der Basketballer des FC Bayern, mehr.

"Ich genieße es, auswärts zu spielen, es gibt mir zusätzlich Energie und Motivation. Ich finde es toll, wenn man in einer feindlichen Atmosphäre ist, wenn außer deinen Mitspielern und den Trainern alle anderen in der Halle gegen dich sind", sagte der 27-jährige Amerikaner auf der Homepage des FCBB: "Die Fans pöbeln einen dann an, ich halte dagegen, das macht einfach Spaß."

Spaß wird Williams, der es in der NBA auf 428 Einsätze gebracht, nun wieder haben. Mit Bayern steht er im Playoff-Viertelfinale. In der Best-of-Five-Serie geht's ab Samstag (20.30 Uhr) im Audi Dome gegen die Löwen Braunschweig.

Williams: "Werde versuchen, das Kommando zu übernehmen"

Und die wissen, dass sie Williams, der 2017 mit den Cleveland Cavaliers um Superstar LeBron James im NBA-Finale stand und am Ende gegen Golden State verlor, stoppen müssen, wenn sie die Bayern, die nur drei Spiele der Hauptrunde verloren haben, aufhalten wollen.

"Ich werde versuchen, das Kommando zu übernehmen", sagte Williams und fügte lachend an: "Wenn mich der Gegner lässt. Es ist schon so, dass ich oft zwei oder drei Gegenspieler habe. Wir haben aber ein wirklich gutes Team. Auch wenn ich mal weniger punkte, haben wir viele Spiele gewonnen. Trotzdem weiß ich, dass ich in den Playoffs noch mal eine Schippe drauflegen muss."

Er, der von vielen Experten als einer der besten Spieler in Europa angesehen wird, fühlt sich wohl in München – doch seinen Traum, wieder in der NBA zu spielen, hat er noch nicht ins sportliche Grab getragen.

Williams: "NBA ist für mich und mein Umfeld sehr wichtig"

"Wenn die NBA anruft, ist das die ziemlich einzige Alternative, die ich neben Bayern sehe. Die NBA ist für mich und mein Umfeld sehr wichtig. Ich spiele da mit offenen Karten, so dass es meine Mannschaftskollegen und die Trainer alle wissen."

Die Bayern brauchen auf ihrer Mission Titelverteidigung einen überragenden Williams, doch er sollte auch nicht so außerirdisch gut sein, dass die NBA-Bosse zum Telefonhörer greifen. Münchens Williams-Dilemma.

Spiel zwei der Bayern verlegt

Die Löwen Braunschweig haben ihr erstes Heimspiel im Viertelfinale gegen den FC Bayern um zwei Tage auf den 24. Mai (20.30 Uhr) verlegt. Der Grund für die Änderung im zweiten Match der Serie: Am vorgesehenen Termin (22. Mai) findet in der Braunschweiger Arena eine nicht-öffentliche Veranstaltung statt. "Ein riesiger und herzlicher Dank geht vor allem an den FC Bayern Basketball", erklärte Braunschweigs Geschäftsführer Sebastian Schmidt.

 

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