Stand Up Paddling Der neueste Trend auf dem Wasser: SUP

Stand Up Paddeling in der Abenddämmerung. Foto: Ulrike Dräger

Sie strahlen eine unglaubliche Ruhe aus, wenn man sie einsam auf dem Brett stehend über den See paddeln sieht – Stand Up Paddler.

 

München - Seit einigen Jahren schießen sie wie Pilze aus dem Boden. Ob es nun der Starnberger See, Ammersee, Chiemsee oder kleinere Seen wie Staffelsee, Riegsee oder Eibsee sind, kein See, auf dem sie nicht paddeln. Übersetzt heißt Stand Up paddeln nicht mehr als Stehpaddeln. Den Ursprung hatte dieser Wassersport bei den polynesischen und peruanischen Fischern, die so auf dem Meer fischten.

Eine neue Trendsportart ist geboren

Surflehrer auf Hawaii haben diese Art der Fortbewegung im Laufe des 20. Jahrhunderts übernommen, um sich schneller zwischen ihren Schülern bewegen zu können und einen besseren Überblick zu haben. Im Laufe der Zeit hat sich das „SUP“ als Sport entwickelt. Im Vorteil zum Windsurfen benötigt man keinen Wind dazu. Zudem kann es leichter erlernt werden und ist für Jung und Alt gleichermaßen geeignet. Das Board ähnelt zwar einem Surfbrett, unterscheidet sich aber darin, dass es größer und breiter ist und dadurch einen besseren Halt bietet. Gepaddelt werden kann auf jedem ruhigen Gewässer, egal ob See, Fluss oder auf dem Meer.

Gleichgewicht ist alles!

Die meisten Surfschulen bieten auch Stand Up Boards zum Verleih und entsprechende Kurse an. Zu erlernen ist das Paddeln auch in Eigenregie, wenn man einige Tipps, auch zur richtigen Materialwahl, beachtet. Es gibt aufblasbare Boards und feste. Stabiler sind die festen Boards. Anfänger sollten immer auf Allround Boards zurückgreifen, je breiter desto mehr Stabilität. Umso höher das Gewicht des Sportlers umso mehr Volumen sollte das Brett haben. Viele Paddel sind verstellbar in der Länge und eignen sich gut für Anfänger. Um die individuelle Länge zu bestimmen, stellt man sich gerade hin, Arm nach oben ausgestreckt, das Paddel sollte dann vom Boden bis zum Handgelenk reichen. Auch wenn es vom Ufer betrachtet sehr leicht aussieht, sich auf dem Brett gleiten zu lassen, benötigt eine gewisse Übung aufrecht zu stehen und das Brett ruhig zu halten.

Eine sinnvolle Übung ist, zuerst kniend zu paddeln, bis das Gleichgewicht gefunden ist und dann langsam aufzustehen. Man sollte in der Mitte des Boards stehen und diesen Gleichgewichtspunkt schon im Knien gefunden haben. Die Füße sollten dabei schulterbreit positioniert sein. So gleitet es sich schon, wenn dazu noch der richtige Paddelrhythmus gefunden ist, wunderbar über das Wasser. Doch Stopp – spätestens jetzt sollte darüber nachgedacht werden, wie man dreht, anhält oder die Richtung wechselt....

Zum Anhalten setzt man das Paddelblatt auf Höhe der Füße ins Wasser. Je tiefer und schneller, desto härter ist die Bremswirkung. Wenden funktioniert am einfachsten, ohne abzubremsen, indem man längere Zeit nur auf einer Seite paddelt, das Paddelblatt an der Spitze des Boards ins Wasser setzt und halbkreisförmig nach hinten bewegt. Sollte man auch einmal ins Wasser fallen – was soll‘s! Wasser erfrischt und ist gut für Körper und Seele. Wasser, Natur, Fitness und Meditation – das alles bietet SUP: Es lohnt sich, diese Trendsportart selbst auszuprobieren.

 

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