Stadtrat will Aufnahme Neuer Anlauf für's Weltkulturerbe Olympiapark

Weltbekannt ist das Dach des Olympiastadions schon – und es könnte Weltkulturerbe werden. Foto: dpa

Der Stadtrat setzt sich für eine Aufnahme des Olympiaparks auf die Liste der Unesco ein.

Milbertshofen - Goethes Wohnhaus in Weimar steht schon darauf, genauso wie die New Yorker Freiheitsstatue und der Kölner Dom. Nun soll auch der Münchner Olympiapark einen Platz auf der Weltkulturerbe-Liste der Unesco bekommen. Am Mittwoch will der Stadtrat beschließen, einen entsprechenden Antrag bei der UN zu stellen.

Vorausgegangen waren dem Beschluss Anträge und Anfragen mehrerer Parteien. Auch der Verein "Aktion Welterbe Olympiapark" machte sich zuletzt für eine Aufnahme der Sportstätte aus dem Jahr 1972 stark. Bedenken gab es allerdings auch. So sorgten sich Stadt und der Betreiber Olympiapark München GmbH vor allem darum, dass ein Eintrag auf der Liste Veranstaltungen und Weiterentwicklung des Parkgeländes erschwert werden könnten.

Die Veranstaltungen im Park sollen nicht beeinträchtigt werden

Bis zu 3,5 Millionen Menschen besuchen das Gelände jährlich. 400 Veranstaltungen finden hier im Schnitt statt. Diese Lebendigkeit sollte dem Park auf jeden Fall erhalten bleiben. Bei einem Experten-Hearing im vergangenen Jahr wurde dann aber recht schnell deutlich, dass der Unesco-Titel keine größeren Auswirkungen auf den Park hätte, als die ohnehin schon bestehenden Denkmalschutzvorschriften.

Der Antrag solle gestellt werden unter der "Voraussetzung, dass Veranstaltungen wie bisher weiter durchgeführt und die Veranstaltungsstätten sowie der Olympiapark weiterentwickelt werden können", heißt es in einer gemeinsamen Vorlage von Arbeits- und Planungsreferat.

Doch bis der Park sich wirklich mit dem Titel schmücken kann, hat er noch einen langen Weg vor sich. Denn bevor Bewerbungen an die Unesco zum finalen Ja oder Nein gehen, entscheidet die Kultusministerkonferenz noch darüber. Deren Liste für Bewerbungen ist aber derzeit geschlossen, andere Anträge müssen erst abgearbeitet werden. Frühestens im Jahr 2023 werde man die Liste wieder öffnen, heißt es.

 

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