Stadtrat Flüchtlinge: Asyl in alter Werkstatt

Täglich kommen am Münchner Hauptbahnhof neue Flüchtlinge an. Die Stadt hat deshalb nun neue Unterkünfte beschlossen. Foto: dpa

Der Stadtrat hat sechs neue Unterkünfte beschlossen – darunter eine frühere Mahag-Niederlassung in der Karlstraße.

 

München - Der Stadtrat hat am Mittwoch sieben neue Unterkünfte für Flüchtlinge beschlossen. Neben Gewerbeflächen und Bürogebäuden sind darunter nun erstmals auch einige zeltähnliche Leichtbauhallen – eine Unterbringungsform, die der Stadtrat bislang kategorisch abgelehnt hat.

Die Hallen sollen am Busparkplatz an der Hansastraße, auf einer Brachfläche an der Kronstadterstraße in Berg am Laim und auf einem städtischen Grundstück in der Pasinger Mainaustraße aufgebaut werden.

Die Stadt geht davon aus, dass an allen Standorten zwei Hallen mit jeweils 140 Betten gebaut werden müssen, um auch in Zukunft allen in München ankommenden Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf bieten zu können.

Dass auch in München provisorischen Unterkünften nun nicht mehr ausgeschlossen werden, ist ein Zugeständnis an den massiven Zustrom. Etwa 14 500 Asylsuchende muss die Stadt bis Ende des Jahres voraussichtlich unterbringen. Da wird die Quartierssuche zur kaum lösbaren Herausforderung.

Immerhin: Anders als klassische Zelte haben Leichtbauhallen verstärkte Außenwände. Sie lassen sich beheizen und sind deshalb auch im Winter uneingeschränkt dafür geeignet, Menschen zu beherbergen.

Bei den vier restlichen Unterkünften handelt es sich um zwei leerstehende Bürogebäude, das eine in der Berg-am-Laim-Straße, das andere in der Boschetsriederstraße. Dazu kommt eine alte Mahag-Werkstatt in der Karlstraße. Für Wohnungslose will die Stadt auf einem ehemaligen Metalrecycling-Hof in der Herbert-Quandt-Straße eine neue Unterbringung bauen.

Insgesamt hat der Stadtrat mit diesem Beschluss Plätze für knapp 2000 Asylsuchende und Wohnungslose geschaffen.

 

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