Stadt zieht Bilanz Tempo 30 auf der Rosenheimer: Was hat's bisher gebracht?

Lang umstritten, jetzt testweise da: die 30er-Zone auf der Ausfallstraße. Foto: Sigi Müller

Nachdem auf der Rosenheimer Straße testweise Tempo 30 gilt sollen Anwohner, Geschäftsleute und Verkehrsteilnehmer jetzt dazu befragt werden.

 

München - Was hat der Tempo-30-Test an der Rosenheimer Straße bisher gebracht? Ein einjähriger Verkehrsversuch seit November 2017 soll zeigen, wie sich das Tempolimit an der Rosenheimer Straße auswirkt. Wie berichtet, wurde auf dem etwa 500 Meter langen Abschnitt zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße die Höchstgeschwindigkeit im Straßenverkehr von 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert. Dadurch sollte sich unter anderem die Sicherheit für den Radverkehr erhöhen.

Am Ende entscheidet der Stadtrat über die Tempo-30-Zone

Jetzt beginnt die Evaluierung. "Dafür werden Verkehrserhebungen durchgeführt und auch die Anwohnerinnen und Anwohner, die Gewerbetreibenden und die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer mündlich oder schriftlich befragt", teilte die Stadt am  Donnerstag mit. 

Sie will wissen: Wie haben sie die Temporeduzierung wahrgenommen? Ist beispielsweise eine Veränderung des Verkehrsflusses oder der Aufenthaltsqualität spürbar?

Dilemma an der Rosenheimer: Mangelnde Sicherheit mangels Radspur

Die Befragungen starten am Montag, 1. Oktober und dauern zirka zwei Wochen. Verkersteilnehmer sollen dafür "auf der Straße persönlich angesprochen". Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende, die nicht persönlich angetroffen werden, erhalten den Fragebogen per Post, so die Stadt.

Die Befragung sei  anonym. "Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wertet die Fragebögen mit Unterstützung eines Unternehmens aus. Auch die Daten, die auf der Rosenheimer Straße erhoben wurden, wie Zählungen des Rad- und Autoverkehrs zu bestimmten Tageszeiten, fließen in die Evaluierung mit ein."

Die Ergebnisse werden dem Stadtrat vorgelegt, der am Ende über die Tempo-30-Zone entscheidet. Nicht nur Autofahrer haben ihre Zweifel. Mangels Radspur ist die viel befahrene Rosenheimer Straße - eine der Hauptverkehrsachsen in München - auch aus Sicht vieler Fahrradfahrer weiterhin nicht wirklich sicher. 

 

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