Stabilisierungsmaßnahmen Kleine Hangrutsche: Nun soll ein Anker für die Burg helfen

Damit die Burg Trausnitz weiter sicher auf ihrem Burgberg thronen kann, wird der Hang aktuell stabilisiert. Foto: sig

Nicht, dass die Trausnitz noch abstürzt... Der labile Burgberg über der Stadt wird aktuell für 1,9 Millionen Euro stabilisiert.

 

Landshut - Rund um die Burg Trausnitz läuft seit 2016 eine durchaus nicht kleine Baumaßnahme, von der man allerdings kaum etwas mitbekommt. Eigentlich ist von der Stadt aus gesehen nur aufgefallen, dass der Bewuchs am Burgberg teilweise gewichen ist. Damit die Trausnitz auch die nächsten Jahrhunderte sicher auf ihrem Burgberg thronen kann, wird der Hang für rund 1,9 Millionen Euro stabilisiert.

Der Hang sei stellenweise sehr labil gewesen, sagt Burgverwalter Walter Rappelt und zeigt einige lockere Backsteine unterhalb des mächtigen Landshuter Wahrzeichens, die wohl zu früheren Zeiten der Stabilität des Burgbergs gedient haben mögen. Immer wieder habe es kleinere Hangrutsche gegeben. Nun wurde und wird der Hang quasi rückverankert: Dazu werden bis zu zwölf Meter lange Eisenstangen in den Hang gebohrt, die teilweise mit Beton verpresst werden. Netze sorgen zusätzlich dafür, dass kein Erdreich oder alte Backsteine nach unten rutschen können.

Immer wieder rutschte der Hang unter der Trausnitz ein wenig ab

Unterhalb des Wasserturms stützt nun außerdem eine Betonwand den Hang. Damit diese nicht mehr als solche zu erkennen ist, soll sie laut Rappelt noch hinter Klinker oder hinter einer Begrünung verschwinden. Zudem wurde und wird vom Schanzl bis fast zum Ochsenklavier ein Bewirtschaftungs-Weg angelegt; ein zweiter soll etwas hangabwärts entstehen.

Diese Wege dienen nicht nur den aktuellen Bauarbeiten, auch künftig kann der Burgberg so leichter erreicht werden. Auch kleinere Baufahrzeuge können dort fahren, was beispielsweise die nötigen Baumarbeiten erleichtert, wie Rappelt sagt. Größere Bäume müssen deshalb immer wieder gefällt werden, weil sie im Falle eines Umsturzes viel Erdreich mitreißen würden. Und Sträucher würden regelmäßig zurückgeschnitten, "damit sie sich möglichst flächig verbreiten und so den Hang stabiler machen".

Arbeiten am Hang laufen noch voraussichtlich bis 2019

AZ-Lesern ist aufgefallen, dass an diesen Stellen nun Müll zum Vorschein gekommen ist, der zuvor unter Dickicht verborgen war. "Wo wir hinkommen, beseitigen wir den Müll natürlich", sagt Rappelt. Leider sei aber auch im Burggelände festzustellen, dass der Müll einfach liegengelassen werde, obwohl fünf Meter weiter ein Abfalleimer stehe. Die Arbeiten am Hang laufen noch das ganze Jahr über und voraussichtlich auch noch 2019.

 

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