Staatsanwalt kündigt Erklärung an Bewegung im Fall Cornelius Gurlitt

Cornelius Gurlitt aus Schwabing: Ist er die Justiz bald wieder los? Foto: Goran Gajanin/ Action Press/Paris Match/Bestimage/Thomas Gautier

Die Augsburger Staatsanwaltschaft will morgen eine "Entscheidung" bekannt geben - lässt sie die Ermittlungen gegen den Kunstsammler aus Schwabing fallen?

 

Schwabing/Augsburg - Die Einigung zwischen dem Kunstsammler Gurlitt und der Bundesregierung scheint auch Auswirkungen auf das Strafverfahren zu haben. Die Staatsanwaltschaft Augsburg will heute eine Entscheidung im Ermittlungsverfahren treffen. Das sagte ein Sprecher gestern. Details nannte er nicht.

Die Behörde hatte vor zwei Jahren 1280 Bilder aus Gurlitts Wohnung wegen Verdachts auf ein Steuerdelikt beschlagnahmt. Gurlitt hatte Montag mitgeteilt, er werde seine Bilder für Provenienzrecherche zur Verfügung stellen – egal, was die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn ergeben.

Lässt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Gurlitt fallen? Ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums bekräftigte, die Einigung mit Gurlitt und das Ermittlungsverfahren in Augsburg seien getrennt voneinander zu betrachten.

Auch Staatsanwalt Reinhard Nemetz hatte in der Vergangenheit stets betont: „Es wird keinen Deal, Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Rückgabe der Bilder oder Ähnliches geben.“

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading