Spurensicherung rückt an Mutter und Tochter aus München vermisst: Große Sorge um Maria und Tanja

Seit Samstag vermisst: Maria G. (links) und ihre Tocher Tatiana G. Foto: Polizei München

Nach wie vor gibt es kein Lebenszeichen von Mutter und Tochter. Am Donnerstag rückte die Spurensicherung zu ihrer Wohnung in der Ottobrunner Straße aus.

 

München - Das plötzliche Verschwinden von Maria (41) und Tatiana (Tanja) G. (16) bleibt rätselhaft. Und es wird von Tag zu Tag, an dem es kein Lebenszeichen von der 41-jährigen Russin aus Ramersdorf und ihrer Tochter gibt, beunruhigender.

Die beiden wollten am Samstagnachmittag angeblich ins Einkaufszentrum Pep fahren, seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihnen.

Angehörige, Freunde und Mitschüler von der 16-jährigen Gymnasiastin sind zutiefst beunruhigt. "Ich bin mir sicher, dass ihnen etwas Schlimmes zugestoßen ist", sagte die Mutter einer früheren Mitschülerin am Donnerstag zur AZ. Eine Freundin von Maria G. hat einen privaten Fahndungsaufruf auf Facebook veröffentlicht.

Spurensicherung rückt an - Polizei hält sich bedeckt

Auch die Polizei nimmt den Fall, der bis bislang als Vermissung behandelt wird, sehr ernst. Sie spricht von einem "äußerst untypischen Verhalten". Mutter und Tochter gelten als sehr zuverlässig. Am Donnerstag befragten Beamte der Vermisstenstelle vom Polizeipräsidium noch einmal den Mann, der mit Maria G. und ihrer Tochter zusammenlebt, außerdem Nachbarn. Nachmittags rückte die Spurensicherung zu der Wohnung der Familie in der Ottobrunner Straße aus.

Ob sie Spuren fanden, die dazu beitragen, den Verbleib der beiden Frauen zu klären, dazu wollte sich die Polizei am Donnerstag nicht äußern. Maria und Tatiana G. sind erst vor Kurzem in eine Neubauwohnung in der Ottobrunner Straße gezogen. Der Gebäudekomplex war erst im Herbst 2018 bezugsfertig.

Die 16-Jährige besucht die 10. Klasse eines Münchner Gymnasiums. Seit Montag ist ihr Platz dort leer. Zunächst vermuteten einige, Tatiana könnte nach dem Notenschluss, der vor einer Woche war, Freitag (verbotenerweise) vorzeitig in die Ferien gefahren sein. Doch dafür gibt es keine Indizien. Mutter und Tochter haben nach AZ-Informationen keine Koffer gepackt. Auch wäre solch ein Verhalten sehr untypisch.

Mutter und Tochter vermisst: Handys seit Samstag ausgeschaltet

Als sehr schlechtes Zeichen deuten enge Freunde und Familienangehörige, dass Maria G., die aus Russland stammt, sich nicht mehr bei ihrem alten Vater meldet. Der Witwer soll sehr krank sein und allein in Moskau leben.

"Maria ist mit ihm sehr verbunden, sie ruft ihn jeden Tag an und fliegt alle zwei Monate zu ihm", hat ein Russe, der sie offenbar gut kennt, unter den privaten Fahndungsaufruf bei Facebook geschrieben. "Dass sie auch den Kontakt zu ihrem Vater abbricht, halte ich für äußerst unwahrscheinlich", schreibt der Mann weiter.

Maria und Tatiana G. sollen ihre Wohnung am vorigen Samstag (13. Juli), gegen 14 Uhr verlassen haben – mit dem Ziel, zusammen einkaufen zu gehen. Der Bus 55, der direkt zum Pep fährt, hält nur wenige Meter von ihrer Wohnung entfernt.

Am selben Nachmittag verliert sich ihre Spur. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von Mutter und Tochter. Auch ihre Handys sind seit Samstag ausgeschaltet. Ein Polizeisprecher: "Seitdem kam kein Kontakt mehr mit den Angehörigen zustande."

Beschreibung der Gesuchten

Die 41-Jährige ist etwa 1,60 Meter groß und 70 Kilogramm schwer. Sie hat blonde Haare und blau-graue Augen. Tochter Tatiana ist etwa 1,74 Meter groß und 70 Kilogramm schwer. Auch sie hat blonde Haare, anders als ihre Mutter jedoch braune Augen.

Zeugenaufruf der Polizei München

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, setzen sich bitte mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 14 (Telefon 089/2910-0) oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung.

 

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