Sprengung in Furth Ein Fund geht in Flammen auf

Eine Propanexplosion macht nicht nur großen Krach, sondern lässt auch einen gigantischen Feuerball entstehen. Foto: Gemeinde Furth

Über 100 Gasflaschen, die einen Großeinsatz und eine Evakuierung ausgelöst haben, sind nun entsorgt worden – mit einer Sprengung.

 

Es dauerte ganze 13 Tage, bis man das Problem endgültig gelöst hatte. Der Gasflaschen-Fund auf einem ehemaligem Schrottplatz an der Oberndorferstraße versetzte nicht nur Anwohner in hellen Aufruhr. Weil die 133 gefundenen Behälter zum Teil aber noch gefüllt waren, konnten diese nicht einfach so entsorgt werden, sondern mussten kontrolliert gesprengt werden.

Halbes dutzend Sprengmeister machen 98 Behälter unschädlich

In der Kiesgrube Eichstetter bei Furth wurden 98 Behälter unter höchsten Sicherheitsauflagen in den vergangenen acht Tagen unschädlich gemacht – in dieser Größenordnung eine einzigartige Unternehmung in Deutschland. Der Kampfmittelräumdienst rückte mit einem halben Dutzend Sprengmeistern an, um die Behälter Stück für Stück zu sprengen. Die Stadtfeuerwehr testete die Flaschen im Nachhinein auf Gasreste, um sicherzustellen, dass die Explosionen auch die gewünschte Wirkung gezeigt hatten.

Gefüllt waren die Behälter unter anderem mit Propan, welches in einem großen Feuerball und lautem Knall in die Luft ging. Neun der Flaschen mussten als Sondermüll entsorgt werden, da sich in ihnen ein nicht definierbares Gasgemisch befand. Die Landkreisfeuerwehr stellte den Brandschutz und die Absperrung des Areals sicher.

Sprengung: Neugierige Gaffer unerlaubt

Die Stadt kündigte ebenfalls im Vorfeld an, dass saftige Strafen bei unbefugtem Betreten der Gefahrenzone verhängt werden würden. Schaulustige ließen sich aber nicht blicken. Die Gemeinde Furth ist dankbar für den Arbeitseinsatz aller Helfer und ist froh, dass es keine Zwischenfälle oder gar Verletzte gab, da bei solchen Sprengungen oft neugierige Gaffer unerlaubt den Gefahrenbereich betreten. Geleitet wurde der Einsatz von Landshuts Stadtbrandrat Gerhard Nemela, unterstützt von Stadtbrandinspektor Martin Dax. Zu klären ist noch: Wie kamen die Flaschen auf den Schrottplatz? Und wer nahm in Kauf, dass Umwelt und sogar Menschenleben gefährdet wurden?

 

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