Sportchef des FC Bayern im ZDF Sportstudio Sammer: Pep Guardiola ist ein Segen für den deutschen Fußball

"Ich finde, er ist etwas Besonderes." - Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer mit Trainer Pep Guardiola Foto: dpa

Sportvorstand Matthias Sammer hat sich gegen die Kritik an der vermeintlich zu geringen Titelausbeute von Fußball-Rekordmeister Bayern München gewehrt - und eine Lanze für Pep Guardiola gebrochen.

 

Mainz, München - "Wir brauchen nichts Schönreden, weil wir bei allem Ehrgeiz, dass wir alles gewinnen wollen, sehr realistisch sein müssen. Wir sind deutscher Meister geworden und sehr zufrieden", sagte Sammer im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

Der Europameister von 1996 sprach trotz des Ausscheidens der erfolgsverwöhnten Münchner im Halbfinale der Champions League gegen den FC Barcelona sowie im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund von einer "fantastischen" Saison. "Es gibt keinen Grund, sich bei jemandem dafür zu entschuldigen, dass wir Meister geworden sind", betonte Sammer.

Der 47-Jährige verwies auf die WM-Strapazen der sieben Bayern-Profis beim Titelcoup der Nationalmannschaft im vergangenen Jahr in Brasilien. Seit 1987 sei es dem Klub nicht mehr gelungen, nach einer Weltmeisterschaft deutscher Meister zu werden. "Dementsprechend hat die Mannschaft etwas Außergewöhnliches geleistet", sagte Sammer und zeigte sich ein wenig demütig: "Wir haben nie für uns in Anspruch genommen, perfekt zu sein."

Eine Lanze brach der Sportvorstand für Bayern-Coach Pep Guardiola. "Er ist ein Segen für den deutschen Fußball, nicht nur für Bayern München, sondern auch für die Nationalmannschaft. Die Spieler arbeiten sehr gerne mit diesem Trainer", äußerte Sammer und fügte an: "Ich finde, er ist etwas Besonderes."

Nach Aussage von Sammer werde man sich "in der zweiten Jahreshälfte" mit Guardiola (Vertrag bis 2016) zusammensetzen, um über die Zukunft des Spaniers zu sprechen. "Dann werden wir weitersehen. Es ist aber alles gut, wir sind happy, dass er da ist", sagte der ehemalige Dortmunder Profi.

Am Samstag hatte der souveräne Tabellenführer zum dritten Mal in Folge ein Bundesligaspiel (1:2 beim SC Freiburg) verloren. Das war dem Starensemble von der Isar seit 1998 unter Giovanni Trapattoni nicht mehr passiert.

 

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