Sport Tiger fit für den Endspurt

Alle mal herhören! Trainer Andreas Brockmann hat seine Ice Tigers auf den Endkampf um die Playoff-Plätze eingestimmt. Foto: bayernpress

Auftakt heute gegen Hamburg. Brockmann nimmt Ask-Ausfall gelassen. Waite ist bereit

 

NÜRNBERG Wer rastet, der rostet? Blödsinn! Den Nürnberg Ice Tigers hat die Olympia-Pause nach der bislang nahezu optimal verlaufenen, aber auch sehr kräftezehrenden Saison sichtlich gut getan. „Alle angeschlagenen Spieler sind wieder an Bord“, zeigt sich Tiger-Trainer Andreas Brockmann erleichtert. Die Akkus für den Playoff-Endspurt, der heute mit der Hausaufgabe gegen die Hamburg Freezers (19.30 Uhr) startet, sind wieder aufgeladen.

"Dass Morten diese Saison nochmal spielen kann, ist ausgeschlossen"

Alles paletti also? Nicht ganz. Denn so spannend das Turnier von Vancouver, besonders das beeindruckende 3:2 der Kanadier im Finale gegen die USA („ein sehr gutes, schnelles Spiel“) laut Brockmann auch war. Auf den Ausfall von Stürmer Morten Ask hätte der Tiger-Dompteur gerne verzichtet. Beim letzten Test der Norweger vor Olympia zog sich der 29-Jährige eine derart schwere Verletzung (Muskelabriss in der Schulter) zu, dass laut Brockmann schnell klar war: „Dass Morten diese Saison noch einmal spielen kann, ist ausgeschlossen.“

Was allerdings die Tiger in dieser Spielzeit auszeichnet ist die stoische Gelassenheit, mit der solche Rückschläge verarbeitet werden. „Wir haben auch schon ohne Morten gewonnen. Jetzt müssen wir eben umstellen“, so Brockmann. Als Ask-Ersatz steht Tyler Mosienko bereit.

"Patricks nächstes Ziel muss die WM sein"

Ebenso wie Jimmy Waite, sollte sich seine Nummer eins Patrick Ehelechner verletzen. Der hat den Frust über die Nicht-Nominierung für Olympia (Brockmann: „Klar war Patrick enttäuscht, aber jetzt muss sein nächstes Ziel eben die WM sein“), mittlerweile verdaut. Aber Brockmann hätte auch keine Bedenken, für den Fall der Fälle Waite aufzustellen. Den Trainingsrückstand hat der 40-Jährige aufgeholt und legte beim 3:1 im Testspiel gegen den tschechischen Meister aus Karlsbad einen prima Einstand hin. „Jimmy hat hervorragend gehalten. Ihn kann man jederzeit bringen. Aber da habe ich mir auch nie Sorgen gemacht“, so Brockmann.

Mehr Kopfschmerzen bereitet dem Coach da schon der heutige Gegner. Die Freezers dümpeln zwar weiter tief im Tabellenkeller herum, „sollten mit ihrem Kader aber eigentlich da stehen, wo wir jetzt sind“, spielt Brockmann auf das „wahnsinnige Potenzial“ der Hamburger an. Mehr noch: „Die haben doch nichts mehr zu verlieren.“ Die Tiger dafür eine ganze Menge.kk

 

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