Sport Siegesserie mit Zitter-Intermezzo

Bei ihm lief es in Braunschweig prächtig: Predrag Suput erzielte 17 Punkte und war Garant des Auswärtssieges. Foto: Wolfgang Zink

74:41 in Braunschweig: Brose Baskets gewinnen auch das fünfte Spiel. Suput mit 17 Punkten

 

BRAUNSCHWEIG Ihren glorreichen Siegeszug haben die Brose Baskets auch am fünften Spieltag fortgesetzt und bleiben in der Bundesliga das Maß aller Dinge. Der Double-Gewinner siegte im Spitzenspiel beim Tabellenvierten Phantoms Braunschweig mit 74:71 (40:37) und verteidigte mit 10:0-Punkten die Tabellenführung.

Überragend Predrag Suput: 17 Punkte in Braunschweig

Besonders die Leistungsträger Predrag Suput und Casey Jacobsen hatten sich die Kritik von Cheftrainer Chris Fleming zu Herzen genommen, der zuletzt moniert hatte: „Sie übernehmen auf falsche Art und Weise Verantwortung“. Der Serbe Suput erzielte 17 Punkte und der Ex-NBA-Profi Jacobsen elf.

Manager Wolfgang Heyder jubelte: „Das war unser bestes Saisonspiel, der Sieg hoch verdient.“ Aber er hatte auch allen Grund zur Kritik: „Was die Schiedsrichter in den letzten zehn Minuten gepfiffen haben, kann ich nicht nachvollziehen.“

Drei Tage vor der EuroLeague-Premiere bei Virtus Rom zeigten die Bamberger gegenüber den zurückliegenden Erfolgen über Frankfurt und Bremerhaven aufsteigende Form. Nach zehn Minuten lag der Meister und Pokalsieger bereits 26:15 vorne, weil die Distanzschützen fünf Dreier bei fünf Versuchen eiskalt verwandelten.

Doch danach geriet erneut Sand ins Getriebe. Die Oberfranken schalteten angesichts der klaren Führung fahrlässig einen Gang zurück und erlaubten den Gastgebern einen 12:0-Lauf und eine Fünf- Punkte-Führung. Erst als Coach Fleming in einer Auszeit seine Schützlinge lautstark zusammenfaltete, konnten die Spieler um Kapitän Jacobsen das Ruder wieder herumreißen. Ihre konzentrierte Vorstellung setzen die Brose Baskets im dritten Viertel fort und bauten ihren Vorsprung mit 13 Punkten in Serie weiter aus. In der letzten, heiß umkämpften Viertelstunde leisteten sich die Bamberger keine Aussetzer mehr, mussten aber dennoch bis zur Schluss-Sirene zittern, blieben aber von „Phantom-Schmerzen“ verschont. W. H.

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