Sport Nürnberg: „Das wird nicht leichter als gegen die Bayern“

"Er hat eine richtig gute Trainingswoche hingelegt": Club-Trainer Dieter Hecking lobt Ilkay Gündogan (Bild), hier beim Ausgleichstreffer gegen die Bayern und Keeper Jörg Butt. Foto: Wolfgang Zink

Club-Trainer Hecking weiß um Bochums Stärken, ist aber „überzeugt, dass wir eine gute Leistung abliefern“. Bayern-Schreck Gündogan ist gesetzt

 

NÜRNBERG „Schulterklopfer“ hat Dieter Hecking nach dem Derby-1:1 gegen die Bayern genügend ausgemacht. Aber der Club-Trainer weiß nicht nur wegen des aktuellen Frühlingserwachens nur zu genau, wie schnell der Schnee von gestern schmilzt. „Bayern ist Vergangenheit“, hebt Hecking warnend den Zeigefinger. „Wir müssen nach vorne schauen.“ Und zwar nach Bochum, wo sich der 1.FCN am Samstag „keine Nachlässigkeit erlauben“ darf, will er im Klassenkampf am Ball bleiben.

"Es wird schwer, uns zu schlagen"

„Wir haben Qualität. Es wird schwer uns zu schlagen“, sagt Hecking. Verbunden freilich mit dem Nachsatz: „Wenn wir 100 Prozent abrufen.“ Und das werden die Cluberer im Pott auch müssen. Denn: „Bochum ist in den letzten sieben Spielen ungeschlagen. Die Mannschaft ist sehr diszipliniert, sehr kampfstark und auch läuferisch sehr stark. Und sie spielt unheimlich schnell nach vorn.“ Was Hecking zu dem Schluss bringt: „Das wird nicht leichter als gegen die Bayern.“ Dennoch ist der Club-Coach „überzeugt, dass wir am Samstag eine gute Leistung bringen werden.“

Ilkay Gündogan ist gegen den VfL gesetzt

Auch Ilkay Gündogan, der in der Zweitliga-Saison 2008/’09 aus Bochum zum Club kam und letztes Wochenende umjubelter Schütze des Ausgleichstreffers gegen den FCB war, freut sich schon auf Samstag. „Da geht es um drei Punkte, und die wollen wir mitnehmen.“ Während Marcel Risse wegen einer Grippe passen muss, wird Gündogan „mit Sicherheit spielen“, sagt Hecking: „Er hat eine richtig gute Trainingswoche hingelegt.“ Leichte Veränderungen im Kader und der Startelf gegenüber dem Bayern-Spiel nicht ausgeschlossen. Trainer-Vorgabe: „Unser Spiel nach vorn muss noch besser, konsequenter werden. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir es schaffen.“

Was sich wohl nicht nur auf die – zugegeben – hohe Hürde in Bochum bezieht. „Mein Ziel und das der Mannschaft ist Platz 15“, sagt Hecking, der wenig Lust auf die Relegation verspürt und „nicht erkennen kann, dass die anderen da unten in der Tabelle besser sind als wir.“ Und: „Vielleicht wird aus dem Vierkampf gegen den Abstieg ja auch noch ein Fünf- oder Sechskampf. „Ich gehe davon aus, dass es bis zum letzten Spieltag sehr eng wird.“

"Hektisch wird es erst an den letzten drei, vier Spieltagen"

Hektik sei deshalb momentan nicht angebracht. „Wir haben noch elf Spieltage. Da kann noch so viel passieren“, sagt Hecking. „Hektisch wird’s erst an den letzten drei, vier Spieltagen, wenn jeder Fehltritt tödlich sein kann. Wir müssen halt unsere Hausaufgaben und unsere Punkte machen.“ Zum Beispiel am Samstag in Bochum. Gerhard Schmid

 

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