Sport Marohs Reifeprüfung

Club-Verteidiger Dominic Maroh, der seine erste Bundesliga-Saison spielt, will VfL-Star Edin Dzeko den Spaß verderben. Foto: bayernpress

Der Club-Verteidiger bekommt es am Sonntag mit Wolfsburgs Stürmer-Star Edin Dzeko zu tun – und hat sich gut vorbereitet

 

NÜRNBERG Im Fußball sind manchmal auch Außerirdische am Werk. Das ist spätestens seit der Vier-Tore-Gala von Lionel Messi beim 4:1 über Arsenal klar. So gesehen kann Dominic Maroh von Glück reden, dass er es in der Bundesliga am Sonntag (17.30 Uhr) nur mit einer Art „Alien light“ zu tun bekommt: Wolfsburgs Wunderstürmer Edin Dzeko. Trotz seiner gerade mal 24 Lenze gilt der Bosnier bereits als der kompletteste Angreifer der Liga. Und ausgerechnet der junge FCN-Verteidiger soll den 18-Tore-Mann aufhalten. Ein verdammt harter Brocken - und Dominics Reifeprüfung!

"Ich werde mir einige Szenen von ihm anschauen"

Aber Maroh ist gut vorbereitet. „Der Trainer wird mich noch auf bestimmte Dinge hinweisen, und ich werde mir auch noch selbst ein, zwei Szenen von ihm anschauen“, versichert der 23-Jährige. Soll heißen: Dominic lernt Dzeko! Sein Plan: „Wir müssen ihm die Lust am Fußball verderben.“ Wobei sich der Anwärter auf die Torjägerkanone natürlich nie ganz ausschalten lässt. „Ich habe ihn mir bereits beim 4:0 der Wolfsburger gegen Hoffenheim genau angeschaut“, sagt Dominic. „Dort war er die meiste Zeit auch nicht zu sehen – und macht aus dem Nichts zwei Tore.“

Leider nur einer der vielen Vorzüge Dzekos. „Er hat eine außergewöhnliche Technik, und er ist gerade in überragender Verfassung. Von ihm wird man in Zukunft noch viel hören, aber weniger in Deutschland“, spekuliert Maroh auf einen baldigen Wechsel Dzekos nach Spanien, Italien oder England. Nur dort sind die Großklubs mit ihren Mäzenen in der Lage, die vom VfL festgeschriebene Rekord-Ablöse von 40 Millionen Euro für den Superstürmer zu stemmen.

"Wir sind jetzt vom Kopf her voll da"

Bei allem gebotenen Respekt: Aussichtslos ist die Situation freilich nicht. Im Hinspiel hat der Club dem amtierenden Meister mit Dzeko bereits eine bittere 2:3-Heimpleite zugefügt. Und seitdem hat sich laut Maroh in Nürnberg noch viel getan. „Seit der Rückrunde hat bei uns ein Prozess eingesetzt. Wir sind jetzt vom Kopf her voll da, geben auch die Bälle nicht mehr so leicht her.“ Auch, weil Kapitän Andy Wolf und Maroh mittlerweile von ihren Vorderleuten nicht mehr so fahrlässig im Stich gelassen werden. „Uns wird viel von der Offensive abgenommen. Schon dort werden jetzt die Bälle gewonnen und nicht, wie noch in der Hinrunde, auf der letzten Linie“, freut sich Maroh. Klingt nach: Einer für alle – und alle gegen Dzeko! Krischan Kaufmann

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