Sport Hohe Leberwerte! Fürth bangt um Nehrig

Derzeit nur Zuschauer: Bernd Nehrig leidet an einer rätselhaften Darm-Entzündung. Wie lange er pausieren muss, ist unklar. Foto: Wolfgang Zink

Eine rätselhafte Dickdarm-Entzündung legt den Angreifer lahm – möglicherweise bis zum Saisonende

 

FÜRTH 1701 Minuten bei 21 Zweitliga-Einsätzen in dieser Saison hat Bernd Nehrig vorzuweisen. Aber seit 14 Tagen kam nicht eine Sekunde mehr dazu. Und es ist fraglich, ob sich daran bald etwas ändert. Nehrig wird durch eine geheimnisvolle Virus-Erkrankung außer Gefecht gesetzt.

Nehrig: Letzter Einsatz gegen Rostock

Zuletzt stand er 87 Minuten beim 1:0-Sieg über Hansa Rostock auf dem Platz. Aktuell aber ist er in den Wartezimmern diverser Arzt-Praxen zu finden. Am Mittwoch erfolgt eine weitere Untersuchung, dieses Mal in der Erlanger Uniklinik bei einem Spezialisten, „der sich mit Leistungssport beschäftigt. Mal sehen, was dabei herauskommt“, so Nehrig nach der Fürther Nullnummer gegen Union Berlin.

„Ich habe eine Dickdarm-Entzündung“, berichtete der 23-Jährige weiter, „das kann von Lebensmitteln herrühren, sie kann auch einfach ausgebrochen oder durch einen einen Virus verursacht worden sein.“ Die Ursachenforschung soll am Mittwoch in Erlangen beendet werden.

"Das Thema sind meine hohen Leberwerte"

Nehrig: „Gegen den Durchfall bekomme ich Medikamente, das Thema sind aber meine hohen Leberwerte. Ich hoffe, dass sie wieder runter gehen, damit ich wieder trainieren kann. Es kann eine Woche oder auch zwei, drei Wochen dauern.“

Büskens: "Andere Körpersprache in Koblenz"

Oder gar noch länger? Muss Nehrig die Saison abhaken? SpVgg-Teamarzt Harry Hauer hält nichts von Spekulationen: „Nach der Untersuchung in Erlangen sehen wir weiter.“ Neben Sami Allagui (Bindehaut-Entzündung) und Nico Müller (Gelb-Sperre) wurde auch der rechte Flügelflitzer Nehrig beim 0:0 gegen Union gewaltig vermisst. Allagui (zehn Tore) Nico und Bernd (je fünf) haben knapp die Hälfte der 41 Fürther Treffer erzielt. Trainer Mike Büskens: „Gegen Berlin haben drei Stürmer gefehlt, die 20 Buden gemacht haben. Wenn ich den Bayern drei ihrer Stürmer wegnehme, werden die dann die Gegner auch nicht abschießen. Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen.“ Ungeachtet dessen fordert Büskens für die nächste Partie am Freitag (18 Uhr ) in Koblenz, „eine andere Körpersprache“. Auch ohne Nehrig.Matthias Hertlein

 

0 Kommentare