Sport Grün-Keeper Max ist Reicholds Musterschüler

Trainer mit Musterschüler: Günther Reichold und Max Grün (l.). Foto: Wolfgang Zink

Fürths Torwart-Trainer lobt die neue Nummer eins: „Talent, Fleiß und sehr wissbegierig“

 

FÜRTH Er war wieder einmal der Held zwischen den Fürther Pfosten, der Mann, der beim 2:2 in Aachen den Punkt festhielt. Und geht es nach Präsident Helmut Hack, kommt dem 23-jährigen Max Grün am Sonntag (17.30 Uhr) daheim gegen St.Pauli wieder eine tragende Rolle zu. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen, sonst schießen die uns weg“, so der Kleeblatt-Boss. Und was sagt und denkt Fürths Torwarttrainer Günther Reichold (seit 2003) über Grün (Vertrag bis 2011), den Shooting-Star der Saison?

"Wer bei Bayern die Nummer fünf war, ist in Fürth die Nummer eins"

„Die Mischung aus Talent und Fleiß macht es bei ihm aus“, urteilt der 44-jährige ehemalige SpVgg-Torhüter. „Max ist sehr wissbegierig, er hört zu, will immer Tipps haben, will sich stets verbessern. Aber fleißig sind unsere anderen Torhüter auch, da gib es nichts zu meckern.“

Und Grün verfügt über jede Menge Ehrgeiz. Zeugwart Sepp Gran: „Dem Max ist egal, was er anzieht, in welchen Farben er aufläuft. Hauptsache, er kann spielen.“ Und das seit dem 14. Februar, als der werdende Vater gegen die Löwen (1:2) Stephan Loboué ablöste und seitdem mit durchwegs tadellosen Leistungen aufwartete. Reichold: „Wer bei Bayern München die Nummer fünf war, kann nicht so schlecht und in Fürth eben die Nummer eins sein.“

Reichold muss vier Torhüter bei Laune halten

Grüns Höhenflug, eine Art Genugtuung auch für Torwartrainer Reichold. Nörgler rund um den Ronhof hatten seit langem mal mehr, mal weniger dessen Trainer-Fähigkeiten angezweifelt. Angeblich ließ sich vormals der slowenische Nationalkeeper Borut Mavric von Reichold nichts sagen, mal wurde eine Leistungsstagnation der Torhüter unter seiner Leitung moniert. Reichold: „Mein Verhältnis zu Mavric kam nach außen anders rüber, als es wirklich war. Ich tausche mich noch heute regelmäßig mit ihm aus. Allerdings war Mavric nicht bereit, sich auf die Bank zu setzen. Da gab es Spannungen.“

„Der Günther“, lobt Boss Hack, „macht einen sehr guten Job, er hat in der Öffentlichkeit halt nicht das Standing wie andere.“ Und er hat keinen leichten Job, immerhin muss er vier Torleute bei Laune halten. Grün, den Aufsteiger, Loboué, den Absteiger, Wintereinkauf Majtaz Rozman und Jasmin Fejzíc. Für Reichold steht aber eines fest: „Max besitzt Erstliga-Reife, er wird seinen Weg machen, entweder mit uns oder alleine.“ Eine klasse Leistung gegen St. Pauli würde auch Reichold wieder erfreuen.Matthias Hertlein

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