Sport Frecher Frosch: Panther erlegt – jetzt Eisbären-Jagd

Finale furioso: In der 58. Minute schoss Dusan Frosch die Augsburger Panther endgültig ab – und hatte hinterher allen Grund zum Jubeln. Foto: bayernpress

Ice Tigers-Trainer Andreas Brockmann hat ihn stark geredet: „Dusan, du musst mehr den Abschluss suchen.“ Mit Vitalij Aab und Eric Chouinard läuft’s bei dem Nürnberger Sturm-Trio „prächtig“

 

NÜRNBERG Oh, du fröhliche Eiszeit! Erst mit einem 3:1 in Hamburg den neuen Freezers-Coach und Ex-Tiger Benoit Laporte das DEL-Comeback vermiest, dann am zweiten Weihnachtsfeiertag vor über 5000 Fans die Augsburger Panther mit 4:2 erlegt – Nürnbergs Puckjäger haben sich mit ihren zwei Siegen in Folge und sechs wichtigen Punkten selbst reich beschenkt. Und ihren Trainer richtig happy gemacht. „Die Jungs haben gut gespielt, sich auch nach dem Ausgleich nicht hängen lassen, sondern weitergemacht“, verteilt Andreas Brockmann ein kollektives Lob.

Und das völlig zu Recht. Selbst Augsburgs Vizemeister-Macher Larry Mitchell befand: „Man muss Nürnberg Respekt zollen.“ Mit ausschlaggebend für den Derby-Sieg der Tiger: „Die Mannschaft ist ein hohes Tempo gegangen“, so Brockmann, „und wir haben den Gegner stets unter Druck gesetzt und damit nur wenig Augsburger Chancen zugelassen.“

Reihen neu formiert - eine erfolgreiche Maßnahme

Ausgezahlt hat sich aber auch die Umstellung der Reihen. „Man muss auch mal etwas Neues versuchen“, begründet Brockmann die Maßnahme, die schon in Hamburg zum Erfolg geführt hat. Zwar ist damit die bisherige „Paradereihe“ mit den Brüdern Greg und Brad Leeb sowie Björn Barta gesprengt, aber dafür passt es derzeit bei dem Trio Eric Chouinard, Vitalij Aab und Dusan Frosch prächtig. Nach dem Augsburger 2:2 war es nämlich Aab, der mit dem 3:2 die Tiger wieder auf die Siegerstraße gebracht hatte.

Und Frosch, bislang nicht gerade als Knipser aufgefallen, machte mit dem 4:2 alles klar. „Es läuft gut bei den Dreien“, lobt Brockmann. „Und Dusan habe ich gesagt, er muss mehr den Abschluss suchen.“ Gesagt, getan – und das Trefferkonto aufgestockt. Immerhin kann der 28-Jährige jetzt vier Tore vorweisen, und mit 16 Assists gehört er zu den erfolgreichsten Vorarbeitern im Tiger-Käfig.

Alles im Lot bei den Noris-Cracks. Aber einen Wunsch hat Brockmann: „Ich habe den Jungs gesagt: Mit einem Heimsieg das Jahr beenden – das wär’s.“ Darum soll heute (Arena, 19.30 Uhr) Titelkandidat Berlin dran glauben. Auch, weil Nürnberg (Rang fünf, 51 Punkte) dann in der DEL-Tabelle wieder an den noch punktgleichen Eisbären (Platz drei) vorbeiziehen würde. „Berlin gehört zwar nach oben, und sie sind gut drauf. Aber sie sind schlagbar.“ Auf geht’s! Michael Rupp

 

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