Sport FCN-Wirbelwind Frantz glücklich: Endlich läuft’s wieder rund!

Freude pur: Mike Frantz auf Erfolgskurs. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

„Pack dein Herz wieder aus“: Club-Trainer Dieter Hecking hat Mike auf Kurs gebracht

 

NÜRNBERG Für den Club war es der Startschuss zu einem möglichen Goldenen Oktober, für Dauerläufer Mike Frantz war sein Treffer zum 1:0 gegen Schalke eine Art Initialzündung. Seitdem läuft es wieder bei dem Wirbelwind.

Alle drei Vorlagen beim 3:2–Sieg im Test gegen Olmütz gingen auf das Konto des Offensiv-Allrounders. „Fußball spielen verlernt man ja nicht“, grinst Mike Frantz, während er die warme Herbstsonne genießt – und ein wenig auch den wieder auflebenden Rummel um seine Person.

Neuerdings ist Frantz wieder gefragt am Valznerweiher

Neuerdings ist Frantz wieder ein gefragter Mann am Valznerweiher. Die Fans wollen Fotos mit ihrem Helden, mindestens aber ein Autogramm. Und die Journalisten vor allem wissen, wo sich der alte Mike Frantz, der Berufsoptimist mit dem Kämpferherz, zuletzt versteckt hat. Denn eine Zeit lang schien es so, als hätte er stets nur seine miesepetrigen Doppelgänger zum Training geschickt.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. So mancher Clubfan hätte wohl nach Frantz’ famoser Rückrunde (drei Tore) und einer erstmals verletzungsfreien Vorbereitung viel Geld auf einen erneuten Stammplatz im FCN-Ensemble für Mike gewettet.

"Mir war klar, dass eine Phase kommt, in der es nicht so läuft"

„Ich war zum ersten Mal in meiner Karriere richtig fit“, sagt Frantz auch heute noch. Aber bei Club-Trainer Dieter Hecking war er dennoch nicht erste Wahl. Beim Pokalauftakt in Trier (2:0) saß er zunächst draußen und auch danach pendelte er immer zwischen Bank und Startelf. Ein Schock für den 23-Jährigen, auch wenn er das nie zugeben würde. Lieber sagt er: „Es war mir klar, dass auch eine Phase kommt, in der es nicht so läuft.“

Dass Mike kicken kann, hat auch Hecking nie bestritten. Allerdings vermisste er bei seiner Allzweckwaffe das, was ihn auszeichnet: „Mike war die ganze Zeit nah dran an der Stammelf. Vielleicht war er aber zu viel mit seinem Kopf beschäftigt. Ich habe ihm gesagt: Mike, pack endlich dein Herz wieder aus!“

Ansprüche will Frantz nach der Trendwende, die ihm „richtig viel Selbstvertrauen gibt“, noch nicht stellen. Alles andere als ein Platz in der Startelf beim Spiel auf St. Pauli am Samstag (15.30 Uhr) wäre für ihn aber sehr enttäuschend. „Wenn ich eine Zeit lang das Vertrauen bekomme, zahle ich es auch zurück. Und ich glaube, dass ich zuletzt nicht den schlechtesten Eindruck hinterlassen habe.“

Krischan Kaufmann

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