Sport Club: Not macht stürmisch

Gemeinsam aus dem Tief? Jedenfalls ist Neuzugang Nassim Ben Khalifa für Club-Trainer Dieter Hecking eine Option. Foto: Wolfgang Zink

Vermutlich versucht’s FCN-Trainer Hecking gegen den HSV mit der Bayern-Taktik und Ben Khalifa als zweite Spitze

 

NÜRNBERG Jetzt eben der HSV! Normalerweise ist Trotz ja eher ein schlechter Ratgeber, Club-Trainer Dieter Hecking und besonders seinen nach dem bitteren Pokal-K.o. auf Schalke schwer enttäuschten Profis bleibt beim Heimspiel gegen die Hamburger allerdings gar nichts anderes übrig, als die Flucht nach vorne anzutreten. Angesichts der enormen Personal-Probleme (AZ berichtete) muss Hecking mächtig umbauen – und könnte sich dafür sogar von den Ideen seines Bayern-Kollegen Louis van Gaal inspirieren lassen. Also sein bewährtes 4-1-4-1-System auf die Bayern-Taktik mit 4-2-2-2 umzustellen. Offensive wäre damit Trumpf!

"ohne Mehmet müssen wir jetzt sowieso mehr Druck über die Außen erzeugen"

Ausgeschlossen ist das nicht. Zum einen denkt Hecking schon seit Freiburg darüber nach, gegen den HSV mit zwei Spitzen aufzulaufen. Da Rubin Okotie auf Schalke laut Hecking nicht überzeugte, „das war zu wenig“, könnte neben FCN-Lebensversicherung Julian Schieber Winter-Neuzugang Nassim Ben Khalifa sein Debüt im Sturm geben. Immerhin hatte Hecking bereits angekündigt, die Wolfsburger Leihgabe für die Partie gegen den HSV in den 18er-Kader zu berufen.

Gleichzeitig wäre damit auch das Dilemma mit der nach der Gelb–Sperre von Mehmet Ekici fehlenden Mittelfeld-Zentrale gelöst. Denn bei zwei offensiven Außen (Christian Eigler und Jens Hegeler) und einer Doppelsechs mit Timmy Simons und Almog Cohen bleibt für die Regisseur-Rolle, die Hecking eh nicht adäquat besetzen kann, kein Platz mehr. Für Hegeler, der so auf seiner rechten Bahn bleiben könnte, hätte diese Variante jedenfalls einen gewissen Charme: „Ich weiß nicht, was der Trainer plant. Aber ohne Mehmet müssen wir jetzt sowieso mehr Druck über die Außen erzeugen.“

"Wir haben ja schon öfters mit zwei Spitzen gespielt"

Und komplettes Neuland betritt der Club mit dieser Umstellung auch nicht. „Wir haben ja schon öfters mit zwei Spitzen gespielt und das hat ja auf Schalke auch schon ganz gut geklappt. Warum sollte das jetzt gegen den HSV nicht auch funktionieren“, erwartet der 22-Jährige keine allzu großen Umstellungsprobleme.

Egal, was am Ende herauskommt, eins steht laut Hegeler jetzt schon fest: Die Ausfälle von Ekici und des langzeitverletzten FCN-Regisseurs Ilkay Gündogan (Mittelfuß-Quetschung) „müssen wir jetzt eben als Mannschaft kompensieren.“

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