Sport Club: Baders Einkaufspolitik - unabhängig vom Pokal

„Momentan ist die Tür noch nicht sehr weit auf“: Club-Manager Martin Bader. Foto: bayernpress

Nürnbergs Manager stellt klar: „Wir sitzen nicht wie das Kaninchen vor der Schlange.“ Kandidat Gil Vermouth: Momentan ist seine Position beim FCN besetzt

 

NÜRNBERG Noch drei Tage, dann öffnet der Transfermarkt offiziell die Pforten bis 31. Januar. „Momentan“, erklärt Club-Manager Martin Bader, „ist die Tür aus unserer Sicht noch nicht sehr weit auf.“

Das hat allerdings nichts mit dem noch nachzuholenden Pokal-Achtelfinale bei Drittligist Kickers Offenbach Mitte kommenden Monats zu tun. Bei einem Weiterkommen winken neben dem prestigeträchtigen Duell bei Schalke 04 auch rund 1,5 Millionen Euro. „Mögliche Neuzugänge machen wir nicht von einem Weiterkommen in Offenbach abhängig“, versichert Bader. „Es ist bestimmt nicht so, dass wir jetzt wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und abwarten, ob wir uns einen Spieler leisten können.“

Wenn Verstärkung, dann eine Offensivkraft

Einerseits, weil Trainer Dieter Hecking kein Freund von aktionistischen Handlungen ist. Aber auch, weil nicht zwingend Not an Männern besteht. „Das war im Vorjahr anders“, blickt Bader auf die kümmerlichen zwölf Punkte im Dezember 2009 und den Trainerwechsel von Michael Oenning zu Hecking zurück: „Damals wussten wir, dass wir drei, vier Neue finden müssen, um nicht abzusteigen.“ Die Rechnung ging auf.

Wenn überhaupt, dann soll’s eine Offensivkraft werden, die den langfristigen Ausfall von Albert Bunjaku (Knorpelschaden im Knie) kompensieren könnte. Top-Stürmer Julian Schieber bleibt allerdings de facto die absolute Nummer eins im nominellen, system-bedingten Ein-Mann-Sturm.

Über Gil Vermouth, 25-jähriger Spielmacher von Hapoel Tel Aviv (AZ berichtete gestern ausführlich), sagt Bader nur: „Momentan ist diese Position bei uns besetzt.“ Durch den vielerorts heiß umworbenen Ilkay Gündogan. Bader lapidar: „Warten wir ab, was der Sommer bringt.“ M. Löser

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