Sport Bamberger Hallen-Fiasko: Keine Garantie von OB Starke

„Es gibt keinen anderen Weg“: Basketball-Manager Wolfgang Heyder fordert kommunale Unterstützung. Foto: Wolfgang Zink

„Die Leistungsfähigkeit der Stadt ist begrenzt“. Steht der Meister bald ohne Spielstätte da? Schwere Zeiten für Manager Heyder & Co.

 

BAMBERG Grusel-Szenario für die Brose Baskets: Der Double-Gewinner aus Bamberg wird vermutlich heute die Vertragsverlängerung des slowakischen Nationalspielers Anton Gavel bekannt geben und damit die Weichen für ein neues Erfolgsteam stellen. Doch im schlimmsten Fall droht der Meister und Pokalsieger zum Saisonauftakt am 3. Oktober gegen Ulm ohne Halle da zu stehen.

Städtische Tochtergesellschaft haftet teilweise für Betreiber-Kredit

Das könnte passieren, wenn der gegenwärtige Arena-Betreiber Insolvenz anmelden müsste und die Stadt Bamberg die drittgrößte bayerische Multifunktionshalle nicht übernimmt. Immerhin haftet die Bamberger Stadtbau, eine städtische Tochtergesellschaft, mit 2,5 Millionen Euro für einen Kredit der Sparkasse an die Sabo GmbH, der Betreiberin der Arena.

Eine Garantie für den Übergang der Halle in das Eigentum der Stadt wollte Bambergs OB Andreas Starke bisher nicht abgeben: „Das ist kein Automatismus. Die Leistungsfähigkeit der Stadt ist begrenzt. Die Stadt hat auch Verantwortung für Schulen, Kindergärten und Sozialwesen.“ Freilich stellt die städtische Pressesprecherin Ulrike Siebenhaar klar: „In Bamberg gibt es keinen, der Interesse daran hat, dass die Arena zugesperrt wird.“

Vier private Hallenbetreiber sind schon gescheitert

Wie berichtet plädiert auch Baskets-Manager Wolfgang Heyder für eine Übernahme der Halle durch die Stadt: „Es gibt keinen anderen Weg. Seit neun Jahren haben sich schon vier Betreiber vergeblich versucht.“ In Bamberg glühen deshalb hinter den Kulissen die Drähte, um schnellst möglich eine Lösung zu finden. Schließlich setzte auch die Firma Stechert Stahlrohrmöbel aus dem fränkischen Wilhermsdorf bei Fürth, die für drei Jahre das Namenspatronat an der Arena erwerben will, eine Frist bis 16. August. Bis dorthin möchte Unternehmer Franz Stegner Klarheit haben: „Für uns macht nur ein mittelfristiges Engagement Sinn. Und dafür brauchen wir Sicherheiten, dass die Arena nicht geschlossen wird.“ Werner Haala

 

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