Sport 1. FC Nürnberg: Nummer 7 auf Wolke 7

Kaum zu bremsen: Markus Mendler gegen die Erlanger Stephan Müller (links und Armin Bindner. Foto: Wolfgang Zink

A-Junior Markus Mendler, 17 Jahre jung, krönt sein starkes Profi-Debüt mit einem Tor und wird von Trainer Dieter Hecking gelobt

NÜRNBERG „Markus wer?“, fragten sich viele der gut 2000 Fans beim 3:0-Test des Club am Freitag bei Bayernligist Erlangen-Bruck. Gestatten: Markus Mendler, 17 Jahre, gebürtiger Allgäuer, A-Junior am Valznerweiher, von Cheftrainer Dieter Hecking nach 59 Minuten mit der Rückennummer sieben eingewechselt. Und keine 120 Sekunden später schon gefeierter Torschütze.

"Ich bin sogar ein bisschen stolz"

„Ein sehr gutes Gefühl“, strahlt Mendler, dem nach einem direkt verwandeltem Freistoß zunächst die Luft weggeblieben war. Weil sich die jubelnden Javier Pinola, Marek Mintal & Co. wie ein Rugby-Team auf den Gymnasiasten gestürzt hatten. Der gelernte Mittelfeldspieler schwebt sogar ein wenig auf Wolke sieben: „Dass mir alle gratuliert haben, darauf bin ich sogar ein bisschen stolz.“ Darf er auch – solange er nicht abhebt.

Mangels Masse, sechs Nationalspieler sind auf Tour, war Mendler zu Beginn letzter Woche von Hecking zu den Profis beordert worden. „Da hat er gezeigt, was in ihm steckt“, gibt’s auch von Hecking Lob. Rainer Zietsch, Leiter des FCN-NachwuchsLeistungsZentrums, ergänzt: „Markus ist sicherlich einer von mehreren jungen Spielern, die es schaffen können, zur ersten Mannschaft durchzustoßen.“

Platzverweis eröffnet weitere Chance

Das deckt sich mit den Plänen des 17-Jährigen, der vor zwei Jahren über den TSV Legau und den FC Memmingen in die Noris gelotst worden war – mit der Empfehlung eines deutschen U15-Meistertitels mit der Bayern-Auswahl. „Die Woche mit den Profis hat Spaß gemacht, war aber auch sehr hart. Mir ist wichtig“, versichert Markus, „dass ich erst meinen Schulabschluss mache. Danach will ich mich aber voll auf Fußball konzentrieren.“ Um irgendwann vielleicht regelmäßig mit Pinola & Co. jubeln zu können.

Dass er zuletzt beim 2:1 gegen Hoffenheim in der U19- Bundesliga nach einer Tätlichkeit vom Platz geflogen war, könnte sogar ein Vorteil sein. Weil Mendler jetzt noch die eine oder andere Einheit bei den Profis absolvieren kann. Um zu zeigen, dass er keine Eintagsfliege ist. Markus Löser

 

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