Spitzenspiel in DEL EHC München verliert Penalty-Krimi gegen Adler Mannheim

Penalty-Krimi: Münchens Maximilian Kastner scheitert an Adler-Goalie Dennis Endras. Foto: imago/Eibner

Der EHC verliert daheim gegen Tabellenführer Adler Mannheim 0:1 nach Penaltyschießen. Am Dienstag geht’s nun in der CHL nach Malmö.

München - Nullnummer über 65 Minuten = Langeweile? Von wegen! Nicht beim Spiel des DEL-Primus gegen den Tabellenzweiten, der besten Offensive (86 Tore) gegen die beste Defensive (60 Gegentreffer). Die Partie der Mannheim Adler beim EHC Red Bull München, dem Triple-Meister, war ein Eishockey-Krimi pur.

Luke Adams trifft als einziger

Spannung, Dramatik, Klasse und Glanzparaden der Torhüter am Fließband. Das erforderte einen Nachschlag - die Verlängerung und dann auch noch Penaltyschießen. Da holten sich die Mannheimer den Extrapunkt, Luke Adams war es vorbehalten, als Einziger den Puck im Netz unterzubringen.

"Beide Seiten haben gut defensiv gespielt. Aber das Ende war bitter", sagte Münchens Goalie Danny aus den Birken. Und Adler-Goalie Dennis Endras, der Matchwinner, meinte: "Das hat Spaß gemacht. Hier wird einem nichts geschenkt. Beide Mannschaften fiebern diesem Duell immer schon entgegen."

Es war das Duell zweier Teams, bei denen spätestens seit der Halbfinal-Serie der vergangenen Saison böses Blut herrscht. Unvergessen die Szene, als Münchens damaliger böser Bube Steve Pinizzotto (der nun für Köln spielt) Mannheims Matthias Plachta derart in die Bande checkte, dass dieser minutenlang benommen liegenblieb.

David Wolf fordert zur Keilerei

Auch am Sonntag war von vorweihnachtlichem Frieden nichts zu sehen. Nach mehreren guten Münchner Chancen, die Endras alle vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle zunichtemachte, kochten die Emotionen in der 15. Minute über. EHC-Verteidiger-Koloss Keith Aulie checkte Mannheims Brent Raedeke extrem hart – aber noch regelkonform. Adler-Schwergewicht David Wolf wollte sich, wie schon damals beim Plachta-Check, als Rächer auf dem Eis gerieren, forderte Aulie zur Keilerei on Ice. Punktsieg für Aulie, der Wolf zu Boden brachte.

In der 23. Minute traf Münchens Yasin Ehliz den Pfosten. "Es steht zwar nur 0:0, aber es wird hart gespielt, es ist ein tolles Spiel", sagt Ehliz nach dem zweiten Drittel. Endras und aus den Birken überboten sich immer wieder mit Wahnsinnsparaden. "Zwei Torhüter in einer Partie, die auf diesem Niveau spielen, sieht man selten", sagte Telekomsport-Experte und Ex-Goalie Patrick Ehelechner.

Beide Torhüter waren in regulärer Spielzeit und auch Verlängerung unüberwindbar. Im Penaltyschießen sorgte Adam für die Entscheidung für die Adler.

In der CHL nach Malmö

Am Dienstag (18 Uhr, Sport1) muss der EHC wieder international ran. Im Rückspiel des Viertelfinales der Champions League geht es für den EHC von Trainer Don Jackson, der weiter ohne die langzeitverletzten Michael Wolf, Patrick Hager, Jason Jaffray, Mads Christensen auskommen muss, zu den Malmö Redhawks nach Schweden.

Das Hinspiel hatte der EHC, der als erster Deutscher Vertreter überhaupt in der CHL-Geschichte in die Runde der letzten Acht eingezogen war, mit 2:1 für sich entschieden.

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