Spiel gegen europäischen Topklub Bayern-Basketballer treffen auf ihr Vorbild Real Madrid

Am Mittwoch spielt der FC Bayern gegen den europäischen Topklub Real Madrid. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Bayern-Basketballer treffen am Mittwoch Abend auf Real Madrid und damit auf ihr erklärtes Vorbild für die gewünschte Entwicklung zu einem europäischen Topklub. 

 

München - Was es bedeutet, die Basketballer von Real Madrid auf Augenhöhe herauszufordern, weiß Petteri Koponen ganz genau. Der Finne trug schließlich zwei Jahre lang (2016 bis 2018) das Trikot des FC Barcelona. Klar, dass El Clásico, das Duell der beiden auch im Basketball ewigen Erzrivalen, da zu den absoluten Highlights gehörte.

Spiel gegen "eines der besten Teams in Europa": Real Madrid

"Das ist schon ein großes Spiel", sagt der 31 Jahre alte Guard, "wenn du das gewinnst, fühlt es sich fast schon ein wenig nach einem Titelgewinn an." Mittwoch Abend (20.30 Uhr/Magenta Sport) trifft Koponen mit den Basketballern des FC Bayern, für die er nun in seiner zweiten Saison aufläuft, auf Real. Madrid mit dem FCB aus München zu begegnen sei "nicht ganz dasselbe wie mit Barça", gibt er zu. Noch nicht. Denn Geschäftsführer Marko Pesic sagt über die langfristigen Ambitionen des FCBB: "Es muss das Ziel sein, dass wir irgendwann das gleiche Standing haben wie Real Madrid oder der FC Barcelona."

Der Besuch der Königlichen im Audi Dome ist also auch ein Treffen mit dem erklärten Vorbild. Auf dem Court sind die Rollen dabei aktuell noch klar verteilt. "Es wird ein hartes Match für uns", weiß Koponen: "Real ist eines der besten Teams in Europa." Also genau das, was die Bayern erst noch werden wollen. "Nachdem sie zuletzt schon zwei Euroleaguespiele verloren haben, kommen sie mit Sicherheit hungrig nach München", glaubt Koponen.

"Real hat einfach eine sehr große Erfahrung und viel Qualität, sie haben im Grunde keine Schwäche und sind das bessere Team", sagte FCBB-Coach Dejan Radonjic vor dem Duell, "doch wenn wir uns von Beginn an auf ein physisches Spiel einstellen, haben wir vor unseren Fans immer eine Siegchance." Der amtierende spanische Champion hat gleich fünf Spieler in seinen Reihen, die sich im September noch im WM-Finale begegneten: Die spanischen Champions Sergio Llull und Rudy Fernandez sowie die drei Argentinier Facundo Campazzo, Nicolas Laprovittola und Gabriel Deck.

Titel und Historie: Vorbild des FC Bayern Basketball

Real Madrid hat den Bayern aber vor allem eins voraus: Titel. 35 Meisterschaften, 27 Pokalsiege. Zehn Mal – zuletzt 2018 – gewann man schon die Euroleague. Im Vergleich: Bayern hat fünf Meistertitel und zwei Pokalsiege vorzuweisen. "Wie viele Trophäen sie gewonnen haben, wie viele Jahre sie schon in der Euroleague spielen, wie viele große Namen dort schon gespielt haben, wie groß ihre Historie ist", sagt Radonjic über die Unterschiede der beiden Klubs: "Was wir brauchen, ist Zeit." Bayern wolle nun zunächst "ein fester Bestandteil der Euroleague werden" und sich dann Schritt für Schritt verbessern. In diesem Jahr wollen sie es erstmals ins Viertelfinale schaffen.

Real sei schon seit vielen Jahren an der europäischen Spitze, sagte Koponen, "Bayern ist erst auf dem Weg dorthin. Ich glaube, auf dem richtigen, auch wenn er noch sehr weit ist." Eine Abkürzung erhofft sich der FCBB dabei von der neuen Halle, die Red Bull bis 2021 im Olympiapark bauen wird. "Der Umzug wird einen Riesenschritt bedeuten", glaubt der zurückgekehrte Ex-NBA-Profi Paul Zipser. "Das sind Dinge, die noch Zeit brauchen, die hier aber auch in Angriff genommen werden." Noch sei Real von der Organisation her das beste Team in Europa. "Natürlich ist es das Ziel, irgendwann für so ein Team zu spielen", sagte der 25-Jährige, "wenn das hier in München der Fall ist, wäre das natürlich das Beste." Pesic glaubt jedenfalls daran: "Wir müssen uns weiter so entwickeln und bei unserem Plan bleiben – dann werden wir das schaffen."

 

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