Spendenaktion der Deutschen Lebensbrücke Kamilla braucht dringend eine Herz-OP

Nach ihrer Geburt lag Kamilla lange im Koma. Die Ärzte dachten, sie wache nicht mehr auf. Sie tat es doch. Sie braucht aber Hilfe. Foto: privat

Die sechs MOnate alte Kamilla leidet an einem schweren Herzfehler. Die Deutsche Lebensbrücke sammelt Spenden für eine überlebenswichtige OP.

 

Gerade ein halbes Jahr ist Kamilla Sadikov alt, doch ihr Leben hängt schon am seidenen Faden.

Das Mädchen wurde mit einem schweren Herzfehler geboren, ohne Operation stehen ihre Chancen schlecht. Das Deutsche Herzzentrum möchte helfen, aber noch fehlt das Geld. Deshalb sammelt die Deutsche Lebensbrücke jetzt Spenden.

"Ich bewundere ihren Lebenswillen", sagt die Mutter

Gleich nach seiner Geburt im März 2016 lag das Kind einen Monat im Koma. Die Ärzte dachten, es wacht nicht mehr auf. Aber das Mädchen tat es.

„Ich bewundere ihren Lebenswillen“, sagt ihre Mutter Diana Sadikov. Zwischenzeitlich durfte Kamilla sogar zu ihrer Familie nach Hause, zu ihrem Vater Alexei und ihrem Bruder Emil (4).

Aber die Kleine bleibt schwer krank und bräuchte dringend eine Behandlung. Das ist schwierig: Familie Sadikov lebt in Moskau, die Ärzte dort können einen Herzfehler, der so komplex ist wie der von Kamilla, nicht behandeln.

In München ist die Lage anders: Hiesige Ärzte haben viele Kinder mit Herzfehlern betreut. Das Deutsche Herzzentrum hat sich nun bereiterklärt, Kamilla zu behandeln. Ihr Fall ist komplex, erklärt der Kinderkardiologe Prof. Peter Ewert. „Das Herz ist dadurch gekennzeichnet, dass es keine direkte Verbindung vom Herzen zur Lunge gibt.“ Das blaue, sauerstoffarme Blut wird vom Herzen nicht direkt zur Lunge transportiert, sondern über irreguläre Wege.

Die Sauerstoffsättigung in Kamillas Blut ist deshalb sehr niedrig. „Kinder mit dieser Untersättigung bleiben immer unter ihren Möglichkeiten“, sagt Ewert. Einer seiner Kollegen schätzt sogar, dass Kamillas Lebenserwartung ohne Operation wohl nicht viel mehr als ein Jahr betragen würde.

Fünfstelliger Betrag für Diagnose und OP

Zunächst müssten die Ärzte in München jedoch eine Diagnose stellen: Sie müssen feststellen, welche Wege genau das Blut vom Herzen zur Lunge nimmt, um dann zu entscheiden, wie man das Problem operativ lösen kann – und ob überhaupt.

„Im Idealfall sind die Gefäße groß genug“, sagt Ewert. Dann könnte man die Gefäße an die rechte Herzkammer anschließen. In einem weniger glücklichen Fall müssten sie zunächst noch gebündelt werden. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir dem Kind helfen können.“

Lesen Sie auch: Starnberg: Stiftung Startchance hilft sozial schwachen Kindern

40 000 Euro, so schätzt Ewert, würde eine Diagnose und eine Operation mindestens kosten. Für die Familie Sadikov, die aus Moskau anreisen muss, ist das ein schwer aufbringbarer Betrag. Vater Alexei ist zwar Computerspezialist, doch sein Gehalt reicht gerade einmal aus, um die Familie zu finanzieren.

Die Deutsche Lebensbrücke sammelt deshalb Spenden für das Kind. „Den Großteil der Summe konnten wir bereits über Stiftungen absichern. Jetzt fehlen uns nur noch zirka Zehntausend Euro für die OP“, sagt Petra Windisch de Lates von der Lebensbrücke.

Sie hofft nun auch auf die Unterstützung der AZ-Leser: „Mit Ihrer Hilfe können wir das schaffen!“ Sie wollen Kamilla und ihrer Familie direkt helfen?


Spendenkonto: Deutsche Lebensbrücke IBAN: DE47 7008 0000 0321 7000 00 BIC: DRESDEFF70 Stichwort: Kamilla  Infos: www.lebensbruecke.de

 

16 Kommentare