Spar-Tipps für 2020 Keine Zinsen! Wohin mit meinem Geld?

Ob 2020 die Zinsen im Euro-Raum wieder steigen? Foto: maradon 333 / Shutterstock

2020 kommen einige gesetzliche Änderungen, die den Geldbeutel von Verbrauchern schonen. Die wichtigsten davon betreffen Elektro-Autos und die betriebliche Altersvorsorge.

 

Seit inzwischen zehn Jahren gibt es bei Banken kaum noch Zinsen auf angelegtes Geld. Lagen die Leitzinsen der großen Zentralbanken vor dem Crash 2008 noch jenseits der 4%, ist seither Flaute. Lediglich die US-amerikanische FED wagt sich mit ihren 1,5% seit September 2019 ein wenig aus der Deckung. Die europäische Zentralbank in Frankfurt dagegen bewegt sich derzeit sogar auf Minuszins-Niveau.

Wer sein Geld nicht völlig zinslos oder gar mit Strafzinsen auf einem Sparbuch oder Girokonto parken möchte, für denen bietet sich derzeit vor allem Tages- oder Festgeld an. Bei der Anlage Festgeld haben Anleger zwar für die vereinbarte Laufzeit keinen Zugriff auf das Geld, dafür bekommen sie den anfangs vereinbarten Zinssatz garantiert. Dabei gilt die Faustregel: Je je länger die Laufzeit, desto höher ist auch der Zinssatz. Wer beispielsweise Geld hat, auf das er die nächsten vier Jahre verzichten kann, kann immerhin bis zu 1,6% Zinsen einkalkulieren. Zinsportale wie WeltSparen helfen dabei, unterschiedliche Angebote zu vergleichen.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten!

Im EU-Ausland kann man oft noch ein paar Prozentpunkte mehr als bei deutschen Banken erhalten - und dank der europaweiten Einlagensicherung ebenso risikoarm wie hierzulande - zumindest bis 100.000 Euro. Mit Hilfe von Online-Anbietern sind diese Anlagen auch nur wenige Klicks entfernt, einzig eine einmalige Identifikation per Webcam ist erforderlich, Stichwort: Video-Ident-Verfahren.

Vorsicht walten lassen sollte man generell bei verdächtig profitablen Angeboten, also solche, die den aktuellen Leitzins um ein Vielfaches übertreffen. Der kürzlich aufgeflogene Fall der Stuttgarter Wohnbaugenossenschaft Eventus beispielsweise wird die deutsche Justiz noch eine Weile beschäftigen. Die Verbraucherzentrale warnt vor genau solchen schwarzen Schafen und hilft dabei, sie zu entdecken

Zuschüsse für E-Mobilität

Geld sparen können auch Verbraucher, die sich 2020 einen elektrisch motorisierten fahrbaren Untersatz leisten wollen. Sie bekommen staatliche Zuschüsse - und zwar unabhängig davon, ob Sie kaufen oder leasen. Komplett elektrische Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro werden mit 6.000 Euro bezuschusst, für Fahrzeuge, die mehr kosten, bekommt man noch 5.000 Euro Zuschuss. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt eine Liste der bezuschussten Boliden zur Verfügung.

Diese Zuschüsse mögen sich für Privatpersonen lohnen - richtig lukrativ kann es aber werden, wenn man die Firmenflotte dementsprechend anpasst. In vielen Fällen werden die Fahrzeuge ohnehin nicht für Langstrecken gebraucht, wodurch der Umstieg auf Elektrofahrzeuge kaum auffallen dürfte - die Deutsche Post macht es vor.

Betriebliche Altersvorsorge wird rentabler

Auch in Sachen Rente tut sich zumindest ein wenig. Im Gesetzesentwurf zur Grundrente ist auch eine Besserstellung der betrieblichen Altersvorsorge geplant. Zum einen steigt schon ab 2020 der Freibetrag, unter dem bei Betriebsrenten keinerlei Krankenkassenbeiträge anfallen, auf 159 Euro. Zum anderen soll der Förderbetrag von 144 auf 288 Euro verdoppelt werden - das heißt der Arbeitgeber hat einen Anreiz, den Mitarbeiter stärker als bisher ei der betrieblichen Altersversorgung zu unterstützen, und der Arbeitnehmer hat am Ende dank höherer Freibeträge auch mehr davon.

Sparen können Verbraucher übrigens auch, wenn sie vom Flugzeug auf die Bahn umsteigen. Denn während die Luftverkehrsteuer ab April um ca. 8 bis 17 Euro je nach Strecke steigt, soll die Mehrwertsteuer auf Bahnreisen im Rahmen des Klimapakets von 19% auf 7% sinken - das wirkt sich vor allem bei regelmäßigen Fahrten aus.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading