Soundtrack von "Twilight" Paramore: "Wir müssten mal unsere Telefonrechnungen veröffentlichen"

Das Paramore-Trio: (v.li) Jeremy Davis, Hayley Williams und Taylor York Foto: Jordan Strauss/Invision/AP

Mit ihrem vierten Studioalbum "Paramore" konnten Hayley Williams, Jeremy Davis und Taylor York 2013 große Erfolge feiern. Nach zwei Auftritten bei "Rock am Ring" und "Rock im Park" kommen die Amerikaner für fünf Konzerte wieder nach Deutschland. Mit spot on news hat das Trio über Nervosität und Heimweh gesprochen.

 

Viele kennen sie vom Soundtrack der "Twilight"-Saga: Paramore. Am Mittwochabend tritt die dreiköpfige Alternative-Rock-Band aus den USA in München auf. Für insgesamt fünf Konzerte sind Jeremy Davis (28), Hayley Williams (24) und Taylor York (23) auf ihrer Welttournee nach Deutschland angereist. Bereits im Sommer waren sie für einige Konzerte in der Bundesrepublik und haben mit den Songs ihrer neuesten Platte "Paramore" das Publikum begeistert. Im Interview mit spot on news haben die drei ihre verrücktesten Auftritte Revue passieren lassen und erklärt, warum ihre Telefonrechnungen so hoch sind.

Zuletzt waren Sie für "Rock am Ring" in Deutschland. Erinnern Sie sich noch an diesen Auftritt?

Hayley Williams: Oh ja, der Auftritt dort war toll. Es waren so viele Leute, wir konnten nicht mal bis zum Ende des Publikums sehen. Ich war voller Adrenalin und total aufgeregt. Dann habe ich bei einem Song die Lyrics vergessen. Das Publikum hat weitergesungen und mir so den Hintern gerettet. Leider war es einer der Auftritte, die viel zu schnell vorbei gehen. Wir freuen uns auf die kommenden Shows.

Wie geht es Ihnen vor den Gigs?

Hayley Williams: Wir sind immer ziemlich nervös, aber ich glaube, das ist gesund. Wir konnten in Deutschland dank Rock am Ring schon mal testen, wie unsere neuen Songs bei den Fans ankommen. Viele haben mitgesungen und alle haben getanzt, das war eine Erleichterung. Ich glaube, wir könnten Glück haben und tolle Konzerte erleben.

Sie touren jetzt bis Ende Januar 2014 durch. Wie sehr freuen Sie sich da schon wieder auf Ihr eigenes Bett und die Dusche?

Taylor York: Es ist als könnten wir nur davon träumen. Wenn ich dann mal zuhause bin, muss ich mir immer klar machen, dass ich gerade wirklich in meinem eigenen Bett liege. Es ist viel gemütlicher, im eigenen Bett zu schlafen.

Hayley Williams: Oh ja, unsere richtigen Betten sind das Gemütlichste der Welt. Auf Tour träume ich immer davon.

Sind Sie nicht jetzt schon müde, wenn Sie an all den Stress denken, der auf Sie zukommt?

Jeremy Davis: Oh ja, es ist schon sehr kräftezerrend die ganze Zeit herumzureisen. Ohne Kaffee ist das alles gar nicht machbar. Aber größtenteils macht es natürlich extrem viel Spaß, von daher ist es okay.

Wenn Sie alle übermüdet sind und ständig aufeinanderhängen, kippt da auch mal die Stimmung?

Jeremy Davis: Nein, das geht eigentlich. Durch das Reisen hat man auch so viele neue Eindrücke, da ist man manchmal ganz froh, bekannte Gesichter dabei zu haben. Und oft ist man durch das Ganze drum herum so mit sich beschäftigt, dass man die anderen gar nicht so extrem wahrnimmt. Es ist schön mit Freunden unterwegs zu sein, zu arbeiten und dann auf der Bühne richtig abzugehen.

Ihre Freunde von zuhause können Sie allerdings nicht immer dabei haben.

Hayley Williams: Nein und dabei vermissen wir die alle so sehr. Wir müssten mal unsere Telefonrechnungen veröffentlichen, die sind so verdammt hoch. Vielleicht wäre es klüger, wenn wir statt dem Gehalt gleich die Rechnungen bezahlt bekämen und dann eben nur das was übrig bleibt ausgezahlt bekommen. Wobei dann eigentlich kaum noch etwas übrig wäre. Oder wir bieten unsere Songs zum Download an und die Einnahmen gehen direkt an unsere Telefonanbieter. Es ist so krass. Als ich so um die 17 Jahre alt war, habe ich mein Handy kaum benutzt. Heute hänge ich ständig am Laptop oder am Telefon.

Damit Sie Ihren Leuten daheim von Ihren Erlebnissen berichten können?

Hayley Williams: Genau. Wir haben mal ein Konzert in Norwegen gespielt, es war direkt am Strand. Beim letzten Song habe ich die Menge dazu aufgefordert, ins Meer zu rennen. Und plötzlich ist das ganze Publikum auf mein Kommando ins Wasser gerannt. Das ist doch verrückt. Sie hatten doch alle ihre Sachen in den Hosentaschen. Ich will gar nicht wissen, wie viele Handys dabei kaputt gegangen sind. Aber allein wie die ganzen Fans ins Wasser gerannt sind, war total super. Von der Bühne aus sah es echt irre aus.

 

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