Sorglos in den Urlaub Studie: Bayern fürchten sich nicht vor Einbrechern

Ein Einbrecher bei der "Arbeit". Laut einer Studie haben Bayern vergleichsweise wenig Angst, Opfer eines Einbrechers zu werden. (Symbolbild) Foto: dpa

Ferien: Das ist auch für Einbrecher eine schöne Zeit. Viele Menschen sind verreist - und Kriminelle haben es leicht, den Urlaubern die Wohnung auszuräumen.

 

München - Eine bundesweite Studie hat ergeben, dass Menschen in Bayern weniger als anderswo in Deutschland Angst vor einem Wohnungseinbruch in der Urlaubszeit haben. 82 Prozent machen sich darum keine oder kaum Sorgen, ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Gothaer Versicherung.

Bundesweit niedrigste Einbruchszahlen hat das Land Bayern

Allerdings hat Bayern auch die bundesweit niedrigsten Einbruchzahlen: Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es im Jahr 2016 in Bayern 7470 Wohnungseinbrüche. Das waren 58 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner. Der Bundesschnitt liegt laut Innenministerium gut drei Mal so hoch bei 184 Einbrüchen.

Der Forsa-Studie zufolge sorgen die Bayern am wenigsten dafür, dass ihr Heim in ihrer Abwesenheit bewohnt aussieht: Fast jeder Fünfte (18 Prozent) trifft vor der Abfahrt in den Urlaub gar keine Vorkehrungen; bundesweit ist es nur fast jeder Neunte (11 Prozent). Zeitschaltuhren für Lampen, Radio und Fernseher könnten zum Beispiel dafür sorgen, dass die Wohnung oder das Haus bewohnt aussehen, erläuterte die Gothaer Versicherung. Doch nur 21 Prozent der Bayern greifen zu dieser Möglichkeit – im Bundesschnitt sind es 25 Prozent.

Bayern fühlen sich (zu) sicher

Auch die häufigste Vorsorgemöglichkeit, den Briefkasten von Freunden oder Nachbarn leeren zu lassen, nutzen die Menschen im Freistaat seltener: Knapp drei Viertel (73 Prozent) lassen ihre Briefkästen während einer längeren Abwesenheit regelmäßig leeren; bundesweit sind es 82 Prozent.

"Wir freuen uns, dass sich die Menschen in Bayern sicher fühlen. Aber das darf kein Grund sein, hier nachlässig zu werden", sagte Innenministeriumssprecher Michael Siefener. "Man muss weiter den Einbrechern das Leben schwer machen."

Sicherungstechnik wie spezielle Fensterverriegelungen oder einbruchshemmende Türschlösser haben im vergangenen Jahr in 1947 Fällen einen Einbruch verhindert. Es lohnt sich auch, den Nachbarn Bescheid zu sagen: Aufmerksame Anwohner alarmierten im vergangenen Jahr in 366 Fällen die Polizei. Sie verhinderten vielfach den Einbruch und trugen in 77 Fällen im Freistaat dazu bei, dass die Täter rasch gefasst werden konnten.

 

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