Sonnige Osterfeiertage Das sind die schönsten Ausflugsziele im Münchner Umland

Es blüht und grünt im Freistaat Bayern - höchste Zeit für ein paar Ausflüge. Foto: dpa

Willkommen im langen Wochenende, das herrliches Sonnenwetter verspricht. Wir haben ein paar Ausflugstipps für die Osterfeiertage zusammengestellt.

 

München - Das Wetter wird wunderbar am Wochenende, für Sonntag sind gut 20 Grad und Sonne angesagt. Da dürfte es einige Münchner wieder aus der Stadt raus und zu einem österlichen Wander- oder Radlausflug ins Umland ziehen.

Also wohin diesmal? Anregungen bietet der Freizeitführer "Raus ins Grüne – München", der gleich 50 Ideen für Touren in der Nähe bietet. Wir haben fünf Beispiele für Sie, liebe Leser, herausgepickt.

Touren über Almwiesen, an Seen entlang, durch idyllische Dörfer, Wälder und schönste Bergpanoramen. Mit kleinen Routenbeschreibungen und Karten dazu, die zeigen, wo es langgeht. Darunter ist ein leichter, kurzer Almspaziergang zur Wirtsalm bei Bad Feilnbach, eine abenteuerliche Wanderung am Irschenberg – und eine geniale Radlroute zwischen Starnberger See und den Osterseen ist auch dabei.

Ein paar Seen sehen: Von Wolfratshausen zum Fohnsee

Das Kleine Seehaus bei St. Heinrich am Starnberger See bietet sich für ein Einkehr-Päuschen an.  Fotos: Lisa und Wilfried Bahnmüller, Bruckmann Verlag

Von Wolfratshausen über den Starnberger See zum Fohnsee und zurück – mit dem Radl.

  • Tour: mittel
  • Länge: 50 Kilometer
  • Höhenmeter: 400
  • Dauer: vier Stunden mit dem Radl
  • Start-/Endpunkt: Wolfratshausen, Marienplatz

Radeln und baden am See – himmlisch! Wer beides kombinieren will, dem sei diese bildschöne 50-Kilometer-Rundradltour durchs Voralpenland zwischen dem Loisachtal und dem Starnberger See empfohlen.

Der Weg führt von Wolfratshausen nach Ambach, am Starnberger See entlang bis nach Iffeldorf und zu den Osterseen (wie den Fohnsee und die Eitzenberger Weiher). Und dann über Beuerberg zurück. Man kann also gleich an drei Seen in Wasser springen. Erfrischung gibt’s auch in den Wirtshäusern am Weg, etwa im Kleinen Seehaus, im Fohnseestüberl und im Bauernhofcafé Otthof.

Von Wolfratshausen geht es über Ambach zu den Osterseen.  Karten: Bruckmann Verlag, Heidi Schmalfuß

Immer an der Alpenkette entlang

Über Almwiesen geht es hinauf auf den Buchberg. Die Strecke macht auch mit dem Radl großen Spaß.

Auf den Buchberg – ein bayerisches Paradefleckerl.

  • Tour: mittel
  • Länge: zwölf Kilometer
  • Höhenmeter: 250
  • Dauer: dreieinhalb Stunden
  • Start: Bad Heilbrunn,
  • Parkplatz Kräutergarten

Der Buchberg zieht sich zwischen Bad Tölz und Bad Heilbrunn vor der Alpenkette entlang. Am Gipfelkreuz hat man eine wundervolle Aussicht – ein bayerisches Paradefleckerl. Die Strecke ab Bad Heilbrunn verläuft überwiegend auf Forstwegen und kleinen Pfaden. Wer nicht denselben Weg zurückgehen will, nimmt den Rundweg entlang des Stallauer Weihers. Ein zweiter kleiner Rundweg führt zum Gasthaus Ramsau. Über eine Brücke geht’s zum Schönauer Weiher.

Zwölf Kilometer lang ist diese Tour zum Buchberg, die auch am Stallauer Weiher vorbei führt.

Der Schlierseer Höhenweg

Grandiose Pause am Höhenweg: Vom Aussichtspunkt an der Burgruine Hohenwaldeck schaut man aufs schönste Schliersee-Panorama hinunter.   

Ein Rundweg führt zur Burgruine Hohenwaldeck mit toller Aussicht auf den See – und ein Schlenker zum Bauernhofmuseum

  • Tour: leicht
  • Länge: zwölf Kilometer
  • Höhenmeter: 250
  • Dauer: dreieinhalb Stunden
  • Start-/Endpunkt: Schliersee Bahnhof

Versteckt im Wald hoch über dem Schliersee liegt die Bergruine Hohenwaldeck. Über den Höhenweg oberhalb des Sees gelangt man hin. Viel übrig ist von der Burg nicht, doch es sind genügend Mauerreste vorhanden, um sich ihre ursprüngliche Größe vorzustellen. Das Beste ist aber der Aussichtspunkt mit Blick auf den Schliersee von einem kleinen vorspringenden Felsen.

Weiter geht’s über einen Themenlehrpfad nach Fischhausen. Hier bietet sich eine Abzweigung zu Markus Wasmeiers Freilichtmuseum an. Danach geht’s weiter zum Schliersee. Wer sich jetzt erfrischen mag: reinspringen! Auf der anderen Uferseite führt der Weg zurück.

Dreieinhalb Stunden dauert der Rundweg um den Schliersee.

Die Irschenberg-Runde: Einsame Wege am bekannten Berg

Der Blick über die Wilpartinger Wallfahrtskirche St. Marinus und Anian hinüber zum Wendelstein ist einer der schönsten im bayerischen Oberland.

  • Tour: mittelschwer Länge: elf Kilometer
  • Höhenmeter: 250
  • Zeit: drei Stunden
  • Start-/Endpunkt: Irschenberg, Kirche

Den Irschenberg kennt fast jeder von den Staumeldungen auf der Autobahn – aber wer dort mal einen Stopp einlegt, der erlebt eine herrlich einsame Natur und viele tolle Aussichten.

Für diese elf Kilometer lange Irschenberg-Runde braucht man ein bisschen Abenteuergeist und Orientierungssinn. Sie führt über ruhige geteerte Nebenstraßen und naturbelassene (manchmal feuchte) Wege und Pfade, die wenig beschildert sind.

Die Wanderung beginnt an der Dorfkirche in Irschenberg. Am Gasthof Post biegt man in die Breitensteinstraße ein. Nach wenigen Metern folgen man links den Schildern nach Schlachtham. Auf der kleinen Straße geht es abwärts durch den Wald, danach an Feldern entlang, man sieht dort weit über das Alpenvorland bis Rosenheim. Die kleine Nebenstraße führt unter der Autobahn durch nach Schlachtham. Am Ende rechts einbiegen und aufpassen: 250 Meter nach dem letzten Bauernhof erreicht man eine großen Eiche, hier führt ein Forstweg abwärts in den Wald. Schleifen führen weiter zum Dettendorfer Bach. Der schlängelt sich einsam, wild und naturbelassen durch einen tief eingeschnittenen Graben bis zu einer alten eisernen Brücke.

Auf der anderen Seite ist der Waldweg dann wieder breiter und führt aufwärts nach Eulenthal. An Streuobstwiesen geht’s nach Oberlengendorf, Oberdaxham, Rann und Alb. Bald taucht der Kirchturm des bekannten Wilpartinger Kirchleins auf. Das kann man vor oder nach der Einkehr im Gasthaus "Zum Moar" besichtigen, das neben der Kirche steht (kein Ruhetag, täglich bis 22 Uhr auf). Für die letzte Wegetappe folgt man der Straße, die zur Kirche führt. Wo sie sich teilt, geht es weiter nach rechts unter der Autobahn durch und in einer weiten Linkskurve aufwärts. An der Straßenkreuzung führt ein (für Autos gesperrter) Weg zum Aussichts-Pavillon am Irschenberg. Was für eine Rundumsicht! Vorbei an der einsamen Linde geht’s zurück!

Über elf Kilometer führt der Weg zum Aussichtspunkt am Irschenberg.

Almen, Bäche und Wiesen

Ein leichter Spazierweg führt im Oberen Jenbachtal bei Bad Feilnbach zur Wirtsalm – und für Trittsichere auch zu einem donnernden Wasserfall.

  • Tour: sehr leicht
  • Länge: 4,5 Kilometer
  • Höhenmeter: 150
  • Dauer: eineinhalb Stunden
  • Start-/Endpunkt: Oberes Jenbachtal, Wanderparkplatz

Auf der Nordseite des Wendelsteins liegt in einem kleinen Talkessel die Wirtsalm. Die ist schon deshalb einen Besuch wert, weil sie Traum-Aussichten auf die umliegenden Berge bietet.

Der Weg vom Wanderparkplatz im Oberen Jenbachtal aus führt vorbei an Almwiesen und durch ein Waldstück, wo man neben dem plätschernden Jenbach spaziert. Man passiert die Abzweigung zur Hillsteineralm an einer Brücke – kurz danach weist rechts ein Schild zur Wirtsalm. Fünf Minuten später ist man da. Oben: eine sonnige und nach Süden ausgerichtete Terrasse, wie gemacht für eine Pause mit Kaffee und Kuchen. Zwei mächtige Ahornbäume spenden im Sommer Schatten.

Auf dem Rückweg mit Blick auf Wendelstein und Breitenstein kommt man wieder zur Almstraße, der man nach links auf bekanntem Weg folgt.

Kurz bevor man wieder den Wanderparkplatz erreicht, sollte man unbedingt noch dem Schild zum Jenbachsteig-Wasserfall folgen. Es weist nach rechts in den Wald hinein. Der Pfad ist "nur für Geübte", man sollte also trittsicher sein, aber der Abstieg lohnt sich wirklich: Unten donnert der Wasserfall der Wildwasserklamm – beeindruckend!

Direkt neben dem Bach beginnt dann ein kleiner Steig, der stellenweise über Felsen, Stufen, Gitterroste und Holzbohlen leicht bergab führt. Neben dem Weg zwängt sich der Bach in ein immer enger werdendes Bachbett und umspült gewaltige Felsen. Tiefgrüne Gumpen haben sich gebildet, die Kraft des Wassers kann man förmlich spüren.

Viel zu schnell ist der Zauber vorbei und man folgt links aufwärts der Beschilderung zurück zum Parkplatz. Oben trifft man auf die kleine Teerstraße, der man nur für wenige Minuten nach links folgt. Und schon ist man wieder zurück.


Noch mehr Tipps gibt es im neuen Freizeitführer "Raus ins Grüne München" (J. Berg Verlag), der jetzt im Buchhandel erhältlich ist (14,99 Euro). ISBN: 978-3-86246-586-6

Hier gibt's alle News aus München

 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading