Sonnenfinsternis und Netzhaut Augenschäden nach Sofi: Das sind die Symptome

Sofi-Schauen: Nicht alle schützten ihre Augen ausreichend vor der Sonnenstrahlung. Foto: dpa

Die Sonnenfinsternis fesselte Millionen Menschen in Europa. Trotz vieler Warnungen zogen sich einige "Sofi"-Gucker Augenschäden zu. Woran Sie Schäden der Netzhaut erkennen - und was zu tun ist.

 

Berlin, München - Beeindruckendes Himmelsschauspiel zum Frühlingsanfang: Bei meist schönstem Wetter haben Millionen von Menschen in Europa am Freitagvormittag die Sonnenfinsternis verfolgt. Viele beobachteten durch gerade noch erhaschte "Sofi"-Brillen, wie der Neumond sich langsam vor die Sonne schob. Andere drängten sich in Sternwarten. Doch nicht alle Beobachter schützten ihre Augen ausreichend.

So meldeten sich etwa in der Uniklinik für Augenheilkunde von Frankfurt bis zum Nachmittag rund 15 "Sofi"-Fans. Auch die Charlottenklinik für Augenheilkunde in Stuttgart nahm nach der Sonnenfinsternis mehr Patienten auf als üblich. Experten hatten zuvor eindringlich davor gewarnt, direkt und ohne Schutz in die Sonne zu schauen. Dies kann Netzhautschäden bis hin zur Erblindung verursachen.

Keine Schmerzen

Wer die Sonnenfinsternis ohne geeigneten Schutz beobachtet hat, bemerkt Schäden am Auge nicht durch Schmerzen. Denn die Netzhaut sendet keinen Schmerzimpuls. Schäden zeigen sich stattdessen etwa durch eine Verdunklung im Zentrum des Blickfeldes, weil die Stelle des schärfsten Sehens geschädigt wurde, sagt Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte (BVA). Auch wer nach dem Spektakel nicht mehr so scharf sieht wie vorher, hat möglicherweise seine Netzhaut geschädigt.

Wie ausgeprägt die Beeinträchtigungen sind, hängt davon ab, wie intensiv die Einstrahlung war und wie lange man in die Sonne geschaut hat.

Wer solche Probleme bemerkt, geht besser so früh wie möglich zum Augenarzt. Viel machen kann man bei einer solchen Schädigung der Netzhaut zwar nicht, sagt Eckert. Aber manchen Betroffenen helfen entzündungshemmende Augentropfen.

 

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